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Trotz Wirtschaftsembargo : Russen und Europäer bauen Ostseepipeline aus

  • Aktualisiert am

Stahlrohre der ersten Northstream-Leitung im Jahr 2010 Bild: AP

Obwohl die EU das Wirtschaftsembargo gegen Russland verlängern will, hat sich der russische Konzern Gasprom mit europäischen Partnern auf den Bau zweier weiterer Stränge für die Ostseepipeline Nord Stream geeinigt.

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          Zur Sicherung der Energieversorgung in Europa will der russische Gasmonopolist Gasprom mit europäischen Partnern zwei neue Stränge für die Ostsee-Pipeline Nord Stream bauen. An dem Projekt seien auch die Konzerne OMV, Shell und Eon beteiligt, wie das Unternehmen am Donnerstag in St. Petersburg mitteilte.

          Die beteiligten Firmen unterzeichneten dort auf dem internationalen Wirtschaftsforum ein entsprechendes Memorandum über den geplanten Bau. Bisher sind von Nord Stream zwei Leitungen in Betrieb. Die beiden neuen Stränge sollen 55 Milliarden Kubikmeter Gas zusätzlich in die Europäische Union leiten.

          Russland baut die Leitungen, um die krisengeschüttelte Ukraine als bisher wichtigstes Transitland für die Energielieferungen nach Westen auszuschalten. Von 2020 an soll kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa fließen. Russland plant neben den Nord-Stream-Strängen auch die neue Leitung Turkish Stream durch das Schwarze Meer in die Türkei.

          „Der Bau der zusätzlichen Transport-Infrastruktur auf dem kürzesten Weg zwischen Gasfeldern im Norden Russlands und Märkten in Europa wird zur Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Lieferungen nach neuen Verträgen beitragen“, sagte Gasprom-Chef Alexej Miller.

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