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Bericht des IWF : Energiesubventionen am Pranger

Kraftwerk im chinesischen Ningbo: Laut IWF wird die „schmutzige Energie“ zu sehr subventioniert. Bild: Reuters

Weltweit werden laut Währungsfonds 5,3 Billionen Dollar ausgegeben. Das ist mehr als für Gesundheit. Doch gerade unter der Förderung von „schmutziger Energie“ leidet die Bevölkerung.

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          Die Länder der Welt subventionieren den Einsatz von Energie in diesem Jahr mit 5,3 Billionen Dollar. Das behauptet zumindest der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington. Das sei ein schockierendes Ergebnis, schreiben die Autoren dieser Studie. Die Summe entspricht 6,5 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts und übersteigt damit die globalen Ausgaben für Gesundheit.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Um zu diesem Ergebnis zu kommen, verwendet der Währungsfonds allerdings eine komplett neue Formel für Subventionen. Statt staatliche Zuwendungen Land für Land zu addieren, ermittelt der IWF, was Konsumenten für Energie bezahlen und was sie eigentlich hätten bezahlen müssen, wenn ihnen die „wahren Kosten“ inklusive einer Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt worden wären. Zu den sogenannten wahren Kosten gehören laut der Definition des Währungsfonds die Schäden, die durch den Energiekonsum für Menschen und die Umwelt erzeugt werden.

          Die Schäden ergeben sich als Folgen der Klimaerwärmung, der Luftverschmutzung und Folgen des Verkehrs, die der Währungsfonds in Zahlen umgewandelt hat. Die Ökonomen sprechen dabei von sogenannten externen Kosten, deren Ermittlung stets mit großen Unsicherheiten und politischen Voreinstellungen verbunden ist.

          Subventionen für schmutzige Energien

          Die Institution hat frühere Schätzungen deutlich nach oben korrigiert. Der Umfang der Subventionen möge überraschen, schreiben die Autoren. Man müsse aber die schweren Gesundheitsfolgen der Luftverschmutzung allein durch China in Rechnung stellen. Der Währungsfonds beruft sich dabei auf die Weltgesundheitsorganisation, nach deren Rechnung in China mehr als eine Million Menschen vorzeitig gestorben sind in Folge der schlimmen Luftverschmutzung, die wiederum in erster Linie ein Resultat der Verbrennung fossiler Brennstoffe ist.

          Obwohl viele Länder inzwischen große Anstrengungen unternommen hätten, ihre Subventionen zurückzufahren, sei Energie weltweit immer noch zu billig. Der Fonds argumentiert, steigende Energiepreise, die den wahren Kosten entsprächen, würden den Regierungen helfen, ihre Haushalte zu konsolidieren. Und das, obwohl gerade verteuerte Energie den Konsum dämpfen und damit die Verbrauchssteuereinnahmen senken würden.

          Die Länder könnten die gesparten Subventionen zum Beispiel nehmen, um damit die Steuern auf Arbeit zu senken, schlägt der Währungsfonds vor. Alternativ könne mit dem gesparten Geld die Infrastruktur ertüchtigt, die Bildung verbessert und den Armen geholfen werden. Zugleich würde eine solche Politik Investitionen in grüne Technologie lenken, weil der künstlich Preisvorteil sogenannter schmutziger Energie getilgt wäre.

          Würden alle sogenannten Subventionen verschwinden, dann würde die Emission von Treibhausgasen um 17 Prozent zurückgehen, schätzt der Währungsfonds.

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