F.A.Z. exklusiv :
Ostdeutschland bleibt auf hohen Stromkosten sitzen

Lesezeit: 3 Min.
Empörung herrscht in den Ostländern über Gabriels Rückzug bei der Stromnetzreform.
SPD-Chef Sigmar Gabriel bläst die große Reform der Stromnetzentgelte ab. Die ostdeutschen Länder sind empört: Geschieht das Ganze mit Rücksicht auf Nordrhein-Westfalen, wo bald gewählt wird?

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bläst die geplante große Reform der Stromnetzentgelte ab. Entgegen den Ankündigungen seines Hauses von November spielt die von den ostdeutschen Ländern verlangte bundesweite Angleichung der Netzkosten im Ressortentwurf keine Rolle mehr. Alle Passagen, die auf die bundesweite Umlage dieser Folgekosten der Energiewende für den Ausbau des Übertragungsnetzes hinweisen, wurden getilgt. Der dieser Zeitung vorliegende Entwurf für das „Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur“ soll Mitte Januar vom Kabinett beschlossen werden.

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