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Energiewende : Trittin: Atom-Konzerne können schrittweise zahlen

  • Aktualisiert am

Jürgen Trittin Bild: dpa

Wer zahlt für den Abriss der Atomkraftwerke und die Endlagerung? Erste Details zu den Vorstellungen einer dafür eingesetzten Kommission werden bekannt.

          Die Atom-Kommission will ihrem Co-Vorsitzenden Jürgen Trittin zufolge den Kernkraftwerks-Betreibern im Ringen um die Kosten für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls entgegenkommen. Den Konzernen solle eingeräumt werden, einen Risikozuschlag auf die Rückstellungen von rund 17 Milliarden Euro schrittweise aufzubringen, sagte der Grünen-Politiker der „Frankfurter Rundschau“.

          „Dabei haben wir auch die Lage der Unternehmen vor Augen“, so Trittin: „Unser Vorschlag ist, dass die Unternehmen den Zuschlag zahlen, wenn sie wieder Geld verdienen. Solange bleiben sei allerdings in der Nachhaftung.“

          Von mit den Verhandlungen vertrauten Personen verlautete kürzlich, dass nach den Vorstellungen der Kommission die AKW-Betreiber Kosten und Risiken der Zwischen- und Endlagerung des Atommülls für rund 24 Milliarden Euro an den Staat abgeben können. Dies wäre ein Aufschlag von gut sieben Milliarden Euro auf die dafür bereits gebildeten Rückstellungen.

          Das Geld soll in einen Fonds unter staatlicher Kontrolle fließen. Die vier AKW-Betreiber E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall stehen nicht nur wegen des Atomausstiegs sondern auch durch die im Zuge der Energiewende gefallenen Strom-Großhandelspreise unter Druck.

          Die Atom-Kommission, der 19 Mitglieder aus gesellschaftlichen Gruppen angehören, will an disem Mittwoch ihre Vorschläge vorstellen, wie die Finanzierung von AKW-Abriss und Müll-Endlagerung gesichert werden kann. Sie spricht zwar nur eine Empfehlung für die Regierung aus. Es gilt aber als sicher, dass diese im Wesentlichen umgesetzt wird.

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