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Deal verschoben : Britische Regierung bremst Atomkraft-Riesenprojekt

  • Aktualisiert am

So könnte es einmal aussehen: Hinkley Point Bild: AFP

Gerade erst hatte der Verwaltungsrat des französischen Energiekonzerns EDF zugestimmt, jetzt wackelt alles wieder. Die britische Regierung hat überraschend den Deal zum Bau des neuen Atomkraftwerks Hinkley Point verschoben.

          Die britische Regierung hat überraschend einen Deal mit dem französischen Energiekonzern zum Bau des neuen Atomkraftwerks Hinkley Point verschoben. Der britische Energieminister Greg Clark sagte einer Pressemitteilung zufolge: „Die Regierung wird jetzt sorgfältig alle Bestandteile dieses Projekts betrachten und ihre Entscheidung im frühen Herbst treffen."

          Nur kurz zuvor hatte der EDF-Verwaltungsrat nach langem Zögern dem Projekt zugestimmt. Dass nun die britische Regierung auf die Bremse tritt, verärgert Unternehmensverbände und Gewerkschaften auf der Insel, die sich von dem Projekt 25.000 neue Arbeitsplätze erhoffen.

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          Das Projekt in Hinkley Pont an der Westküste Englands soll 18 Milliarden Pfund (rund 21,5 Mrd Euro) kosten. Rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) schultern.

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