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Gerichtsentscheid : Japan schaltet zwei Atomreaktoren an

  • Aktualisiert am

Das Kernkraftwerk Takahama. Bild: Reuters

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima gibt es heftige Proteste gegen den Betrieb zweier Atomreaktoren im Süden. Doch jetzt hat ein Gericht das Hochfahren erlaubt.

          Trotz Ängsten und Protesten in der Bevölkerung wird Japan in Kürze zwei weitere Atomreaktoren wiederanfahren. Ein Gericht in der am Japanischen Meer gelegenen Provinz Fukui hob eine einstweilige Verfügung gegen das Hochfahren der beiden Reaktoren im Atomkraftwerk Takahama am Donnerstag auf. Damit können die Reaktoren Nummer 3 und 4 voraussichtlich ab Januar wieder in Betrieb gehen.

          Ungeachtet der Atomkatastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 nach einem Tsunami will die Regierung, dass der Anteil der Atomenergie an der Stromversorgung bis zum Jahr 2030 wieder bei 20 bis 22 Prozent liegt. Vor Fukushima lag er bei knapp 30 Prozent. Nach zwei Jahren Stillstand aller 48 Reaktoren als Konsequenz aus der Katastrophe in Fukushima hatte Japan im August dieses Jahres erstmals wieder zwei Rektoren im Atomkraftwerk Sendai in der südlichen Provinz Kagoshima hochgefahren.

          Demonstranten protestieren gegen den Gerichtsentscheid.

          Die Atomaufsicht hatte auch den zwei Reaktoren im Akw Takahama sowie einem Reaktor im Akw Ikata in der Provinz Ehime grünes Licht gegeben. Doch ein Richter in Fukui unterband im April das Hochfahren der Takahama-Meiler mit der Begründung, die neuen Sicherheitsauflagen - laut der Regierung die „strengsten der Welt“ - seien „zu locker“. Ein anderer Richter hob die Verfügung nun auf.

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