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Zweifel an Bauteilen : Frankreich legt fünf Atomreaktoren still

  • Aktualisiert am

Auch die Reaktoren des Atomkraftwerks Fessenheim sind nun stillgelegt. Bild: dpa

Frankreichs Atomaufsicht überprüft mehrere Kernkraftwerke, eines an der Grenze zu Deutschland. Was ist mit den Bauteilen los?

          Der französische Energiekonzern EDF muss außerplanmäßig fünf Reaktoren vorübergehend stilllegen. Dies sei notwendig, um die Funktionstüchtigkeit mehrerer Dampferzeuger zu kontrollieren, teilte die französische Atomaufsicht am Dienstagabend mit. Die Überprüfung müsse innerhalb von drei Monaten stattfinden.

          Betroffen ist davon auch der Reaktor 1 des Kernkraftwerks Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze im Elsass. Damit liegen beide Reaktoren von Frankreichs ältestem noch laufenden Atomkraftwerk zumindest vorübergehend still.

          Reaktor 2 wurde bereits Mitte Juni abgeschaltet - zunächst für eine Kontrolle. Später hatte die Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen. Über eine endgültige Schließung wird seit langem diskutiert, ohne dass ein konkreter Termin sicher ist.

          Hintergrund der angeordneten Überprüfung sind Unregelmäßigkeiten in Unterlagen des Konzerns Areva, der Bauteile für Atomkraftwerke herstellt. Die Atomaufsicht befürchtet, dass das Material von Dampferzeugern, die in den betroffenen Kraftwerken verbaut sind, nicht so stabil ist, wie es sein sollte. Die Teile sind für die Kühlung des Kraftwerks wichtig.

          In ganz Frankreich müssen sieben weitere Reaktoren überprüft werden. Diese sind allerdings bereits wegen planmäßiger Kontrollen abgeschaltet.

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