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Kritik vom Umweltminister : Frankreich kommt nicht von der Kernkraft weg

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Das Atomkraftwerk Fessenheim am Rhein ist das älteste und effizienteste AKW Frankreichs, das noch am Netz ist. Bild: EPA

Frankreich will den Anteil von Atomstrom am Energie-Mix auf 50 Prozent senken. Doch laut Umweltminister Hulot ist seit der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes 2015 kaum etwas passiert.

          Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot hat „realistische und erfüllbare Szenarien“ beim Rückbau der Atomkraft angemahnt. Es gebe bislang keine klare Strategie, wie ein Anteil von 50 Prozent Atomstrom am Energie-Mix erreicht werden könne, sagte der frühere Öko-Aktivist der Zeitung „Ouest-France“. Seit der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes 2015 sei kaum etwas unternommen worden. Besonders auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene müsse nun ein Plan zum weiteren Vorgehen aufgestellt werden. „Atomkraftwerke können nicht geschlossen werden, ohne die Realität der betroffenen Arbeitsplätze zu berücksichtigen“, sagte Hulot dem Blatt.

          Frankreich gewinnt gegenwärtig mehr als 75 Prozent seines Stroms aus Atomkraft. Hulot hatte am Montag erklärt, möglicherweise müssten bis zu 17 der 58 Kernkraftwerke des staatlichen Versorgers EDF geschlossen werden. Am Sonntag sagte er dazu, dieser Schritt wäre im Falle einer konsequenten Umsetzung des Gesetzes von 2015 notwendig. Experten allerdings fragen, wie die Stromversorgung ohne die 17 AKWs sichergestellt werden könne.

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