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Folge der Diesel-Debatte : Post-Elektrotransporter ist gefragt

  • Aktualisiert am

Der Street-Scooter der Post profitiert offenbar von der Sorge um den Diesel. Bild: dpa

Die Diskussion um die Zukunft des Dieselmotors hilft manchem Konkurrenten. Der Post zum Beispiel. Sie bietet nun schon in der zweiten Version einen Elektrolieferwagen an, der wohl immer begehrter wird.

          Die Deutsche Post profitiert mit ihrem Elektro-Fahrzeug Street-Scooter von der Debatte um Fahrverbote für Diesel-Autos. Der Street-Scooter treffe auf rege Nachfrage, sagte Konzern-Finanzchefin Melanie Kreis an diesem Dienstag während einer Telefonkonferenz. Die Diskussion um den Diesel habe „das Interesse tendenziell noch weiter angeheizt“, betonte Kreis.

          Die Post setzt die Elektrotransporter selbst ein, verkauft die von ihr entwickelten und produzierten Street-Scooter aber auch an Kunden außerhalb des Unternehmens. Bestellt hat die Elektro-Lieferwagen bereits der Fischhändler Deutsche See, aber auch Kommunen und Klein-Unternehmer sind interessiert.

          Der Bonner Konzern erweitert seine Modellpalette zudem. Mit Hilfe des amerikanischen Autoherstellers Ford sollen auch größere Transporter angeboten werden.

          Rekordgewinn in Sicht

          Derweil bringen der wachsende Online-Handel und die rege Nachfrage nach Express-Sendungen der Post einen höheren Umsatz. „Unser Unternehmen wächst in allen Bereichen und steigert seinen Gewinn kontinuierlich", bilanzierte Konzernchef Frank Appel die nun bekannt gemachten Geschäftszahlen für das zweite Jahresviertel.

          Die Erlöse kletterten insgesamt um 4,4 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, der operative Ertrag (Ebit) um 11,8 Prozent auf 841 Millionen Euro, teilte die Post mit. Der  Konzerngewinn nach Anteilen Dritter stieg von 541 Millionen Euro im Vorjahr zu dieser Zeit auf 602 Millionen Euro.

          Seine Jahresprognose bekräftigte der Konzern: 2017 soll der operative Gewinn von 3,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf rund 3,75 Milliarden Euro steigen. Bis zum Jahr 2020 soll der operative Ertrag im Mittel jährlich um durchschnittlich mehr als acht Prozent zulegen.

          Der Post spielt weiter der ungebrochene Boom im Online-Handel in die Hände. Die Kunden bestellen von Internet-Händlern wie Amazon oder Zalando, Zusteller bringen die Pakete dann zum Verbraucher. Für Amazon stellt der Konzern jetzt auch in mehreren Ballungsräumen frische Lebensmittel zu. Der Umsatz legte im Paket-Geschäft um 13,6 Prozent auf zwei Milliarden Euro zu.

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