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F.A.Z. Woche exklusiv : Klimaökonom Edenhofer wirft Gabriel Einknicken vor Lobby vor

  • Aktualisiert am

Der Klimaschutzplan 2050 wurde arg beschnitten. Sigmar Gabriel war nicht ganz unbeteiligt. Bild: dpa

Der Klimaschutzplan hätte für Deutschland ein großer Schritt sein können, sagt Ottmar Edenhofer. Daraus wurde nichts und dafür macht der Klimaforscher vor allem Sigmar Gabriel verantwortlich.

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          Der Potsdamer Klimaökonom Ottmar Edenhofer hat den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung kritisiert und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD)  ein Einknicken vor Lobbyinteressen vorgeworfen. „Der Klimaschutzplan hätte für Deutschland ein großer Schritt sein können. Herausgekommen ist aber ein Trippelschrittchen“, sagte der Chefökonom des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Interview der F.A.Z. Woche, die an diesem Freitag erscheint.

          Insbesondere kritisiert Edenhofer, dass ein Mindestpreis für CO2-Zertifikate, den der Forscher als Schlüssel für den Erfolg der Energiewende ansieht, noch aus dem Klimaschutzplan verschwunden ist. Dafür verantwortlich sei Minister Gabriel. „Er hat den Lobbyisten nachgegeben und leider kurzfristige vor langfristige Interessen gestellt. Er müsste eigentlich das größte Interesse daran haben, dass die deutsche Energiewende doch noch ein Erfolg wird“, sagte Edenhofer.

          Mit großer Skepsis blickt der Klimaökonom auf den amerikanischen Wahlsieger Donald Trump. Dieser habe sich im Wahlkampf mit seiner Leugnung des vom Menschen verursachten Klimawandels gegen alle Erkenntnisse der Wissenschaft gestellt. Trump könne nun die Strategie forcieren, Amerika zu einem großen Kohleexporteur zu machen.

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