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Exxon und Chevron : Ölförderung bringt kaum noch Gewinn

Rohöl-Förderung. Bild: Reuters

Exxon Mobil war einst der wertvollste Konzern der Welt. Doch der niedrige Ölpreis kostet die Konzerne große Teile ihres Gewinns. Einem anderen Konzern bleibt nur ein Zehntel des Verdienstes.

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          Die Serie schlechter Ergebnisse aus der Rohstoffindustrie geht weiter: Der größte amerikanische Ölkonzern Exxon-Mobil hat am Freitag seinen niedrigsten Quartalsgewinn seit dem Jahr 2009 gemeldet, als dem Unternehmen die damalige Wirtschaftskrise zusetzte.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Diesmal haben die niedrigen Ölpreise dafür gesorgt, dass sich der Nettogewinn im zweiten Quartal auf 4,2 Milliarden Dollar mehr als halbiert hat. Der Konzern ist damit weit von den zweistelligen Milliardengewinnen entfernt, die er in den vergangenen Jahren regelmäßig ausgewiesen hat. Am Freitag sank der Ölpreis weiter: Ein Fass der Sorte WTI wurde um 2,4 Prozent billiger und kostete am Nachmittag noch 47,35 Dollar.

          Vor allem das Kerngeschäft mit der Förderung von Öl und Erdgas litt unter dem Preisverfall. Hier stürzte der Gewinn von 7,9 Milliarden auf 2,0 Milliarden Dollar ab. Dies konnte Exxon nur zum Teil mit Gewinnsteigerungen in der Raffineriesparte und im Chemikaliengeschäft ausgleichen. Der Gewinn je Aktie von einem Dollar lag um 11 Cent unter den Erwartungen.

          Chevron verliert 90 Prozent des Gewinns

          Auch der amerikanische Wettbewerber Chevron meldete am Freitag einen dramatischen Gewinnrückgang. Abschreibungen auf Ölprojekte sorgten dafür, dass der Nettogewinn von 5,7 Milliarden auf 571 Millionen Dollar fiel.

          Sowohl Exxon-Mobil als auch Chevron haben ihre Investitionen im vergangenen Quartal deutlich zurückgefahren. Die Aktienkurse beider Unternehmen notierten am Freitag rund 2 Prozent im Minus.

          In den vergangenen Tagen hatten schon die europäischen Ölkonzerne BP und Shell schwache Ergebnisse gemeldet. Shell kündigte den Abbau von 6500 Arbeitsplätzen an, Chevron will 1500 Stellen streichen. Exxon-Mobil hat bislang keine konkreten Pläne für einen Personalabbau genannt.

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