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Atompläne der EU : EU-Kommission dementiert neue Atompläne

  • Aktualisiert am

Kernkraftwerk in Doel, Belgien: Zuletzt machte der Reaktor Schlagzeilen wegen Rissen im Beton. Bild: dpa

Die EU-Kommission plane den Bau von Mini-Reaktoren und wolle die Atomenergie europaweit stärken, hieß es am Morgen. Nun dementiert die EU: Es handle sich um „eine Nicht-Geschichte“.

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          Die Europäische Kommission wolle die umstrittene Atom-Technologie in Zukunft stärken, meldete „Spiegel Online“ am Dienstagmorgen. Insider würden hinter den Plänen der EU vermuten, die Kommission wolle Europa unabhängiger von Russlands Gas machen, hieß es weiter. Außerdem sei die Kommission in der Pflicht, ihre Klimaziele zu erreichen und den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Jetzt hat die EU-Kommission den Bericht dementiert.

          Laut einer Sprecherin der EU-Kommission wurde am 13. Mai ein Diskussionspapier an nationale Experten geschickt. Es behandle potentielle zukünftige Forschungsbereichen, darunter auch die Nuklearenergie. Das Papier baue auf dem Europäischem Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) auf, der in der Energie-Union umgesetzt wird und der ohnehin Kernenergie umfasse.

          Das besagte Diskussionspapier basiere auf früheren öffentlichen Themenpapieren und öffentlichen Konsultationen, so die Sprecherin weiter. Es handelt sich aber offenbar nicht um ein endgültiges Dokument, das – wie „Spiegel Online“ schreibt – noch am Mittwoch von den zuständigen Kommissaren verabschiedet werden und dann dem Parlament vorgelegt werden soll.

          Zudem bleibe die Europäische Union bei ihrer Position, dass die Entscheidung über die Nutzung der Kernenergie auch weiterhin in der nationalstaatlichen Zuständigkeit bleibt und damit nicht Sache der EU-Kommission ist.

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