https://www.faz.net/-gqe-8lxls

Strompreis : EEG-Umlage dürfte noch kräftiger steigen als angenommen

  • Aktualisiert am

Die Energiewende wird abermals teurer für die Haushalte. Bild: dpa

Den Haushalten droht abermals teurer Strom: Angeblich soll die EEG-Umlage auf mehr als 7 Cent steigen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

          1 Min.

          Die Ökostrom-Umlage wird einem Medienbericht zufolge zum Jahreswechsel deutlich steigen. Die sogenannte EEG-Umlage werde zum 1. Januar 2017 auf mindestens 7,1 Cent je Kilowattstunde von derzeit 6,35 Cent erhöht, berichtet die „Bild“-Zeitung am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise und das Umfeld der Bundesnetzagentur. Sogar ein Plus bis auf 7,3 Cent werde nicht ausgeschlossen. Das wäre ein Anstieg von fast 15 Prozent. Grund sei der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien.

          Die Mehrbelastung für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt betrage demnach aufs Jahr gerechnet rund 35 Euro. In diesem Jahr war die Umlage um drei Prozent gestiegen.

          Über die EEG-Umlage wird die Differenz zwischen den staatlich garantierten, höheren Abnahmepreisen von Ökostrom und dem Börsenstrom-Tarif bezahlt. Das bedeutet: Je niedriger der Börsenpreis, desto höher die Umlage und umgekehrt. Mit dieser Umlage finanzieren die Stromkunden die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien.

          Schon Mitte des Monats wurde mit kräftigem Anstieg gerechnet

          Dass mit heftigen Anstiegen der Umlage zu rechnen ist, ist schon seit Mitte Ende Juli klar. Wie die F.A.Z. damals berichtete, hatten die Fachleute der „Agora Energiewende“, die auch die Bundesregierung in energiepolitischen Fragen beraten, einen deutlichen Anstieg prognostiziert. Schon damals war von 7,1 bis 7,3 Cent je Kilowattstunde die Rede.

          Im Zusammenhang mit der Umlage stehen ausgerechnet auch sinkende Strompreise an der Börse. Dahinter steht eine einfache Mechanik: Die Ökostromerzeuger bekommen eine feste Vergütung. Die wird aufgebracht durch den Verkauf des Stroms an der Börse. Den fehlenden Betrag zahlen die Stromkunden per Umlage. Sinkt der Börsenpreis, steigt die Umlage. Das wird nach Einschätzung der Netzbetreiber, die immer Mitte Oktober die Umlage für das nächste Jahr festlegen, auch 2016 der Fall sein.

          In diesen Artikel war zuvor versehentlich die Agora-Prognose für die EEG-Umlage aus dem vergangenen Jahr gerutscht. Wir haben das jetzt korrigiert.

          Weitere Themen

          Dax auf Erholungskurs Video-Seite öffnen

          Optimismus an der Börse : Dax auf Erholungskurs

          Nach den jüngsten Kursverlusten nutzen Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den deutschen Aktienmarkt. Der Dax stieg zur Eröffnung am Montag um 0,6 Prozent auf 15.631 Punkte. Experten sehen gute Chancen, dass sich das Aktienbarometer wieder in Richtung Allzeithoch bewegt.

          Krach im Weinberg

          Neues Weingesetz : Krach im Weinberg

          Das neue Weingesetz ist beschlossen, der Streit unter den Winzern geht weiter. Die Genossenschaften treten aus dem Deutschen Weinbauverband aus. Es geht auch um die Frage: Was definiert die Qualität?

          Topmeldungen

          
              Die Zeit am Rebstock ist vorbei:   Ein Erntehelfer erntet reife Trauben von einer Weinrebe.

          Neues Weingesetz : Krach im Weinberg

          Das neue Weingesetz ist beschlossen, der Streit unter den Winzern geht weiter. Die Genossenschaften treten aus dem Deutschen Weinbauverband aus. Es geht auch um die Frage: Was definiert die Qualität?

          Besuch in Flutgebieten : Laschet erlebt die Wut

          Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen besucht Orte, die hart von der Flut getroffen wurden. Da entlädt sich der Ärger von Betroffenen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.