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Zu viel Strom : China stoppt Kohlekraftwerke

  • Aktualisiert am

Arbeiter auf Kohlewagen in Jiujiang. Bild: dpa

Chinas Regierung will in vielen Regionen erst mal keine neuen Kohlekraftwerke genehmigen. Denn das Land produziert plötzlich mehr Strom, als es braucht.

          Angesichts des Überangebots an Strom aus Kohlekraftwerken zieht Chinas Regierung nun bei Neubauprojekten die Reißleine. In 15 Regionen wird ein Baustopp für solche Anlagen verhängt, wie die Energieaufsichtsbehörde mitteilte.

          In einem Magazin, das vom Staatskonzern China Southern Power Grid herausgegeben wird, wurden Details genannt. Demnach sind auch Bauprojekte in den großen Kohlerevieren der Inneren Mongolei und den Provinzen Shanxi sowie Shaanxi betroffen. Dort wird bereits mit den bestehenden Anlagen über den Bedarf hinaus produziert, da die Konjunkturabkühlung die Betreiber kalt erwischt hat.

          Dem Bericht zufolge sollen bis 2018 in mehr als einem Dutzend Provinzen keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigt werden.

          Die kommunistische Führung in Peking hat angekündigt, in der mit Überkapazitäten kämpfenden Kohle- und Stahlindustrie insgesamt 1,8 Millionen Beschäftigte zu entlassen. Das entspricht 15 Prozent der Mitarbeiterzahl. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll die Kapazität in der Kohleförderung um rund 500 Millionen Tonnen verringert werden.

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