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Entsorgungspakt : Einigung zu Gesetz für Atom-Altlasten

  • Aktualisiert am

Ein staatlicher Fonds soll die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll managen. Bild: dpa

Die Entsorgung des Atommülls wird Milliarden kosten. Dafür sollen die Energiekonzerne in einen Fonds einzahlen. Das entsprechende Gesetzespaket steht jetzt offenbar.

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          Der Milliardenpakt zwischen der Bundesregierung und den Energiekonzernen zur Entsorgung der Atom-Altlasten rückt näher. Eine Runde aus zuständigen Staatssekretären und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) einigte sich über wesentliche Punkte für die angestrebte Vereinbarung den Konzernen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW, wie es am Dienstag in Koalitionskreisen in Berlin hieß.

          Das entsprechende Gesetzespaket solle - nach einigen Verzögerungen - nun am 19. Oktober beschlossen werden. Es gelte aber als unwahrscheinlich, dass es noch in diesem Jahr endgültig verabschiedet wird - wie eigentlich angestrebt. Anschließend wird der Entsorgungspakt mit den vier Atom-Konzernen geschlossen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ davon berichtet.

          Mit dem Gesetzespaket wird ein Vorschlag der Regierungskommission zum Atomausstieg von Ende April umgesetzt. Danach sollen die vier Stromkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW bis zum Jahr 2022 rund 23,342 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds überweisen, der die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll managen würde.

          Alle Klagen der Konzerne vom Tisch?

          Im Gegenzug für einen darin enthaltenen Milliardenaufschlag können sich die Unternehmen von einer Haftung bis in alle Ewigkeit „freikaufen“ - dieses Risiko würde beim Steuerzahler liegen. Je später die Konzerne überweisen, desto teurer wird es für sie.

          Allerdings basieren die 23,34 Milliarden Euro auf Zahlen aus dem Jahr 2014. Die zu überweisende Summe, mit der sich die Konzerne von den Lasten der Zwischen- und Endlagerung freikaufen, könnte durch Verzinsung und weitere Kosten also noch höher ausfallen. Für Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke sowie die Verpackung des radioaktiven Abfalls sollen die Unternehmen verantwortlich bleiben. Der Staat würde mit dem Fonds viel Geld für den Atomausstieg sichern, das bei möglichen Konzernpleiten verloren wäre.

          Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll das Gesetz zum 1. Februar 2017 in Kraft treten. Der Betrag der Energiekonzerne würde damit nochmals zusätzlich verzinst, ebenso bei einer noch späteren Überweisung. Das Bundesfinanzministerium pocht dem Vernehmen nach darauf, dass alle Klagen der Konzerne vom Tisch sind. Das Umweltministerium habe sich mit den Versorgern über die Verantwortlichkeiten bei der Zwischenlagerung geeinigt. Es fehlten nach Einschätzung von Experten aber noch Regelungen, die sicherstellen, dass der Müll auch endlagerfähig verpackt ist.

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