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Studie für Umweltministerium : Klimaprogramm bringt 400.000 Jobs

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Umweltministerin Barbara Hendricks: Über ihren „Klimaschutzplan 2050“ wurde lange gestritten. Bild: dpa

Barbara Hendricks Klimaschutzplan war lange ein Streitthema in der Regierung. Beim „Aktionsplan 2020“ gab es weniger Ärger - und obendrein scheint er auch die Wirtschaft zu beflügeln.

          Der Regierungsplan für die deutschen Klimaziele 2020 wirkt einer Studie zufolge wie ein Konjunkturprogramm. „Die ausgelösten Investitionen führen zu Einsparung von Energiekosten, zu mehr einheimischer Wertschöpfung und zu zusätzlicher Beschäftigung“, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks am Mittwoch in Berlin.

          Das Konzept schiebe das Wirtschaftswachstum nicht nur um ein Prozent an, sondern schaffe auch über 400.000 Arbeitsplätze, heißt es in der Studie von PricewaterhouseCoopers im Auftrag des Umweltressorts. Die Wirtschaftsleistungen in Deutschland dürften so bis 2020 um rund 30 Milliarden Euro höher ausfallen.

          Die Regierung hatte das Aktionsprogramm im Jahr 2014 auf den Weg gebracht, um die nationalen Klimaziele für 2020 doch noch zu erreichen. Es sieht unter anderem Energie-Effizienzprogramme in Industrie, Verkehr oder Gebäudesektor vor, die der Staat fördert. Zudem ist die Stilllegung einer Reihe von klimaschädlichen Braunkohlekraftwerken verankert, die in eine sogenannte Sicherheitsreserve überführt werden.

          Zudem werden effizientere Kraftwerke gefördert. Dieser Kraftwerksteil des „Aktionsprogramm 2020“ wird allerdings von den Kunden über die Stromrechnungen mit Kosten von fast zehn Milliarden Euro bezahlt. Das Aktionsprogramm ist zu unterscheiden vom Klimaschutzplan 2050, der kürzlich beschlossen wurde. Dort geht es um die langfristige Umstellung auf eine Gesellschaft praktisch ohne Kohlendioxid-Ausstoß.

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