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20.000 Teilnehmer erwartet : Klimagipfel in Paris wird zur Massenveranstaltung

Beim Weltklimagipfel wird es voll (Archivbild von 2009) Bild: Daniel Pilar

Die offizielle Anmeldefrist für den Weltklimagipfel in Paris hat noch gar nicht begonnen. Doch die Konferenz ist schon jetzt überlaufen. Für 7000 noch freie Plätze gibt es 24.000 Interessensbekundungen.

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          Schon vor dem Start der nächste Woche beginnenden offiziellen Anmeldefrist ist der Weltklimagipfel in Paris überlaufen. Für die Ende November beginnende zweiwöchige Konferenz werde man in Absprache mit den französischen Sicherheitsbehörden 20.000 Teilnehmer zulassen, teilt das Sekretariat der Klimakonferenz in Bonn mit.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          10.000 Plätze seien für offizielle Delegationen der 194 Mitgliedstaaten und 3000 für Medienleute reserviert. 7000 weitere Plätze stünden Beobachtern zur Verfügung. Darunter sind vor allem Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen zu verstehen, die aus Umwelt- und Entwicklungshilfegruppen, Gewerkschaften, der Wirtschaft und anderen Lebensbereichen stammen.

          Man wisse um das große Interesse, sagte die Leiterin des Klimasekretariates, Christiana Figueres. Tatsächlich gebe es für die 7000 freien Plätze bereits 24.000 Interessenbekundungen, sagte sie. Um möglichst vielen Interessen gerecht zu werden, sollen nun bis zu 7000 Beobachter für je eine Woche zugelassen werden. Mit dem Treffen von Paris werden hohe Erwartungen verbunden. Dort soll nach 20 Jahren Verhandlungen der Weltklimavertrag beschlossen werden, in dem sich die Vertragsstaaten zu freiwilligen, aber bindenden Regeln zur Minderung der Kohlendioxidemissionen verpflichten sollen. Es ist aber unklar, ob das gelingen wird.

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