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Energiemarkt : Österreichischer Versorger will Deutschland Strom lieferen

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Sieht so die Zukunft aus? Ein zum Freizeitpark umgebautes Gaskraftwerk Bild: dpa

Das Energieunternehmen EVN will die Rentabilität seiner Gaskraftwerke in den kommenden Wintern sichern, indem es Strom nach Deutschland verkauft. Der sinkende Strompreis macht EVN zu schaffen.

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          Der österreichische Energieversorger EVN verkauft in den kommenden drei Wintern Strom nach Deutschland und sichert so den Betrieb seiner Gaskraftwerke. In den nächsten drei Winterhalbjahren werde das Unternehmen 785 Megawatt an Reservekapazität für Süddeutschland bereitstellen, teilte EVN am Donnerstag mit.

          Damit lohnt sich der Betrieb der Gaskraftwerke für den Konzern weiterhin. Ansonsten könne das Unternehmen die Kraftwerke wegen der niedrigen Strompreise und der weiterhin hohen Einkaufspreise für Gas nicht wirtschaftlich laufen lassen.

          Die sinkenden Strompreise machen dem Unternehmen auch operativ zu schaffen: In den ersten drei Quartalen bis Ende Juni ging der Gewinn um gut ein Drittel auf 145,2 Millionen Euro zurück. Dabei schlugen sich auch die Verluste aus der Beteiligung an der Gashandelstochter EconGas negativ nieder. Zudem musste EVN Einbußen aus dem Verkauf einer Beteiligung an einem albanischen Wasserkraftwerksprojekt hinnehmen.

          Auch im laufenden vierten Geschäftsquartal erwartet EVN keine wesentliche Besserung: Im Geschäftsjahr 2012/13 werde der Gewinn um rund 40 Prozent zurückgehen, bekräftigte der Konzern.

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