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Energiekrise : Union und Branche pochen auf Atom-Laufzeitverlängerung

  • Aktualisiert am

Zurück zur Atomkraft? Die Grünen haben für den Atomausstieg gekämpft. Bild: dpa

Union und Branche dafür / Brief an Scholz

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          itz. Berlin ⋅ Die Bundesregierung würde die Diskussion um die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, die sei selbst angestoßen hat, gern beenden. Doch der Druck nimmt zu, das Thema nicht aus dem Blick zu verlieren. Dieser kommt zum einen von den Unionsparteien, aber auch aus der Wirtschaft. Nach der Unionsfraktion im Bundestag und der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) forderte am Mittwoch auch der Wirtschaftsrat der CDU, den für Ende des Jahres geplanten endgültigen Atomausstieg zu überdenken. „Eine mögliche Verlängerung der Laufzeit der hiesigen Kernkraftwerke muss in die energiepolitische Debatte mit einfließen“, heißt es in einem noch unveröffentlichten Positionspapier des Wirtschaftsrats zur „Zeitenwende in der Energiewirtschaft“, das der F.A.Z. vorliegt.

          Die Organisation spricht sich auch „gegen einen verfrühten Ausstieg aus der Kohleverstromung im Jahr 2030 aus“, den die Ampelkoalition anstrebt. Die Kohleverstromung müsse „mindestens bis in das Jahr 2038“ andauern, so der Rat. An Kohle und Nuklearkraft festzuhalten sei wichtig als „direkte Reaktion auf massiv steigende Energiepreise und Versorgungslücken“. Ähnliche Stimmen kommen aus der Wirtschaft. Ein führender Verbandsvertreter sagte in Berlin, die Regierung wolle über das Thema offenbar nicht mehr reden, es lasse sich aber nicht totschweigen: „Angesichts der katastrophalen Situation ist jeder Energiebeitrag wichtig, auch die Atomkraft. Das gilt für unsere Unternehmen ebenso wie für die Privathaushalte.“

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