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Energiekrise : Fracking als Option für Großbritannien

  • -Aktualisiert am

Fracking-Anlage in der Nähe von Blackpool Bild: dpa

Es ist richtig, dass die Regierung von Liz Truss wieder die Möglichkeit eröffnet, Schiefergestein aufzubrechen, um Gas zu fördern. Die Gegner der Technik übertreiben mit den Risiken.

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          Nein, ein Fracking-Gasboom wird wohl in Großbritannien so schnell nicht ausbrechen. Auch wenn die Regierung von Liz Truss nun den Weg frei macht für neue Lizenzen, werden Investoren zögerlich bleiben. Zu groß sind die Unsicherheiten und lokalen Widerstände.

          Die geologischen Gegebenheiten in der nordenglischen Bowland Formation sind zudem sehr viel herausfordernder, das Schiefergestein lässt sich schwerer aufbrechen als in den klassischen, dünn besiedelten Fracking-Gebieten in den USA und Kanada; das Risiko von kleinen seismischen Erschütterungen ist höher. Doch die Gegner übertreiben.

          Bei der Teststelle nahe Preston gab es nur minimale Erdbeben. Angesichts der Energiekrise und des drastischen Preisanstiegs für Gas, das auf Jahre sehr teuer bleiben dürfte, ist es seitens der Regierung klug, zumindest die Möglichkeit für Fracking offenzuhalten.

          Und wenn Fracking-Unternehmen mit lokalen Gemeinden Verträge zur finanziellen Beteiligung an den Gewinnen abschließen, lassen sich im strukturschwachen Nordengland vielleicht doch auch Zweifler überzeugen.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

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