https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energie-sparen-mit-neuen-duschkoepfen-weniger-wasser-verbrauchen-18100529.html

Experiment beweist es : Duschend Energie sparen

  • -Aktualisiert am

Bitte beeilen: „Smarte Duschköpfe“ können dazu beitragen, dass fast ein Drittel weniger Wasser verbraucht wird. Bild: dpa

Wirtschaftsminister Habeck ruft auf, Energie zu sparen. Forscher zeigen, dass direkte Informationen über den Verbrauch zu Verhaltensänderungen animieren.

          2 Min.

          Der Energieverbrauch soll an vielen Stellen sinken: Nach dem Regierungswillen geht es darum, russische Energielieferungen, die Kosten und auch Treibhausgasemissionen zu senken. Bisher haben die Appelle allerdings noch nicht entscheidend gefruchtet. Wichtig auf dem Weg zum Energiesparen sind nach einer neuen Studie zunächst Informationen über den eigenen Verbrauch. Denn wer weiß schon genau, wie viel es nun kostet, wenn die Temperatur in der Wohnung um ein paar Grad sinkt oder weniger Warmwasser durch die Leitung fließt?

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für das Duschen haben Verhaltensökonomen mit verschiedenen Gruppen von 570 Haushalten untersucht, wie sich der Verbrauch mit kleineren Hilfen senken lässt. Am deutlichsten geht in dem Feldexperiment des Essener RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Universität Bonn in Forschungspartnerschaft mit dem Bochumer Center for Advanced Internet Studies (CAIS) der Wasserkonsum dann zurück, wenn „smarte Duschköpfe“ während des Duschens den Verbrauch anzeigen: Diese direkte Rückmeldung senkt den durchschnittlichen Wasserverbrauch je Dusche um etwa 29 Prozent. In der Untersuchung wechselte der Duschkopf die Farbe, je nachdem wie viel Wasser anfällt – und blinkte rot bei hohem Verbrauch. „Wenn die Leute sehen, wie viel sie bei einer Tätigkeit verbrauchen, versuchen sie einzusparen“, sagt Projektleiter Mark Andor der F.A.Z.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Nun ermittelt die Justiz gegen sie: die zurückgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.

          Nach Schlesingers Rücktritt : Der RBB liegt in Trümmern

          Zuerst trat sie als ARD-Vorsitzende zurück, dann als Intendantin des RBB. Patricia Schlesinger hat die Reißleine gezogen. So vermeidet sie einen erzwungenen Abgang. Ihr Sender braucht einen Neuanfang, der sich gewaschen hat.
          Ein Straßenschild - nachträglich gegendert

          Gendern und Linguistik : „Wir schütteln nur den Kopf darüber“

          Die Ansprüche haben sich geändert: Die Sprachwissenschaftlerin Damaris Nübling über den jüngsten Aufruf gegen gendergerechte Sprache und zum Blick der Linguistik auf die hitzigen Debatten darum, wer wie spricht.