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Fracking und Atomkraft : Das Gorlebener Lagerfeuer wärmt nicht mehr

Die Zeiten haben sich geändert: Anti-Atom-Dorf im Jahr 1980 in der Nähe von Gorleben im Wendland Bild: dpa

Ideologie kann keine Energiepolitik ersetzen. Die Regierung muss konsequenter handeln – und sich Optionen offen halten. Das gilt auch für Atomkraft und eine heimische Gasförderung.

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          Die Bundesregierung fürchtet für den Herbst und den Winter verbreiteten Unmut in der Bevölkerung. Aber sie unternimmt nicht alles, um einer solchen Gefahr vorzubeugen. Dringend notwendig wären eine unideologische Offenheit in der Energiepolitik sowie eine weniger hektische Wirtschafts- und Sozialpolitik.

          Niemand besitzt einen lebenslangen Anspruch auf Unversehrtheit seines nicht selten über Jahrzehnte gebildeten individuellen politischen und intellektuellen Kapitals. Schon in den Umbrüchen des Jahres 1989 zerplatzten auch in Deutschland für Millionen Menschen lange gepflegte politische und ideologische Illusionen. Mit dem Ausbruch des russischen Kriegs gegen die Ukraine vor sechs Monaten endeten nicht nur für die Bonner Hofgartengesellschaft des Jahres 1982 naive Vorstellungen vom Gang der Welt.

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