https://www.faz.net/-gqe-a077u

Energiekonzern : ENBW testet schwimmende Windräder im Baggersee

  • Aktualisiert am

Ein Prototyp der schwimmenden Windenergieanlage „Nezzy 2“ schwimmt auf einem Baggersee. Bild: dpa

Bislang werden Windturbinen im Meeresgrund fest verankert. Weil das aber nur funktioniert, wenn der Meeresboden nicht zu tief ist, werden jetzt auch schwimmende Windräder getestet. ENBW sieht „riesiges Potenzial“.

          1 Min.

          Der Energiekonzern ENBW testet auf einem Baggersee in Geestland im Lankreis Cuxhaven zwei schwimmende Windräder. Die Modellanlage ist 18 Meter hoch, im künftigen Realbetrieb im Meer sollen die Anlagen eine Höhe von 180 Metern haben, wie ENBW und das Unternehmen Aerodyn Engineering mitteilten. Weitere Tests sollen in der Ostsee und vor der Küste Chinas erfolgen.

          Weltweit arbeiten Unternehmen und Forschungseinrichtungen an der Entwicklung von Schwimmwindrädern, sie werden unter anderem schon vor Schottland und Spanien betrieben. ENBW ist einer der führenden Betreiber von Offshore-Windparks, das Unternehmen verspricht sich durch die Schwimmtechnik mehr Einsatzmöglichkeiten. „Das Potenzial ist riesig“, sagte Hannah König, Leiterin Wind- und Maritime Technik bei EnBW.

          Bislang werden Windturbinen auf Stahlgestellen im Meeresgrund fest verankert, möglich ist das aber nur in Gewässern bis zu 50 Metern Tiefe. „Mit der neuen Technologie kommen Länder und Meeresflächen mit großen Wassertiefen in Frage“, sagte König. Der Baggersee bei Bremerhaven ist zehn Meter tief, übertragen auf die Modellgröße würde das im Realbetrieb einer Wassertiefe von 100 Metern entsprechen.

          Mit der Schwimmtechnik sei es möglich, Kosten zu reduzieren: Die Anlagen können im Hafen errichtet und anschließend zum Standort im Meer gebracht werden. Das schwimmende Fundament wird lediglich mit Leinen und Ankern mit dem Boden verbunden. Aerodyn hatte 2018 ein schwimmendes Modell mit einer Windturbine im Meer vor Japan erprobt. Das Testmodell in Geestland bei Bremerhaven ist mit zwei Rotoren ausgestattet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kritisierte Meuthens Rede als „spalterisch“: der Vorsitzende der Bundestagsfraktion und AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland

          AfD-Parteitag : Gauland schlägt zurück

          Für seine Kampfansage an die Radikalen muss der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen heftige Kritik einstecken. Fraktionschef Alexander Gauland rügt Meuthens Rede als „Verbeugung vor dem Verfassungsschutz“ – dabei müsse die AfD gegen diesen „kämpfen“.

          Verletzte und Festnahmen : Zehntausende protestieren in Frankreich

          Allein in Paris nahmen 46.000 Menschen an einem Protestzug teil. Einige Demonstranten bauten Barrikaden und bewarfen Polizisten mit Steinen. Es gab Verletzte. Die Demos richteten sich gegen Polizeigewalt und das umstrittene Sicherheitsgesetz.

          Pressefreiheit in Frankreich : Macrons Doppelmoral

          Es ist gut, dass der französische Präsident Karikaturen gegen Zensurversuche im Namen der „politischen Korrektheit“ verteidigt. Doch er wäre glaubwürdiger, wenn er die Pressefreiheit nicht an anderer Stelle selbst einschränken würde.
          Kaum zu glauben: Marco Reus unterliegt mit der Borussia gegen Köln.

          Überraschende BVB-Pleite : Dortmunder Debakel gegen Krisenklub

          Mit einem Sieg hätte die Borussia an der Bundesliga-Tabellenspitze Druck auf den FC Bayern machen können. Stattdessen unterliegt der BVB dem abgeschlagenen 1. FC Köln. Erling Haaland vergibt in der Nachspielzeit eine Großchance.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.