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Empörung in Rüsselsheim : Der nächste Zafira soll in Frankreich entwickelt werden

  • -Aktualisiert am

Zafira-Produktion in Bochum Bild: dpa

Der Opel-Betriebsrat fürchtet um den Standort Rüsselsheim. Die Weiterentwicklung des neuen Familienwagens Zafira soll nach Informationen der F.A.Z. zum französischen GM-Partner PSA Peugeot Citroen verlagert werden.

          Der Konflikt zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft von Opel um die Sanierung des Autoherstellers eskaliert. Um den Druck auf Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke zu erhöhen, damit er die Mitarbeiter über die Sparpläne des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors informiert, hat der Betriebsrat für den kommenden Montagmorgen zu einer Betriebsversammlung im Stammwerk Rüsselsheim eingeladen. Aus der Einladung, die der F.A.Z. vorliegt, geht hervor, dass auch die Ministerpräsidenten von Hessen und Rheinland Pfalz Volker Bouffier (CDU) und Kurt Beck (SPD) als Gäste vor Ort sein werden. „Der Betriebsrat und die Beschäftigten haben bisher keine offene und umfassende Information des Vorstandes über die Zukunft des Unternehmens und des Standortes Rüsselsheim erhalten“, heißt es darin.

          „Geltende Verträge werden verletzt, Gesetze und Vorschriften missachtet“, schreibt Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. Der Vorstand versuche für den Standort Rüsselsheim Fakten zu schaffen, die die Zukunft von Opel gefährdeten. So sei neben dem Abzug der Astra-Produktion (FAZ vom 7. Mai) geplant, die gesamte Entwicklung der nächsten Generation des in Bochum produzierten neuen Familienwagens Zafira inklusive des Getriebes zum französischen GM-Allianzpartner PSA Peugeot Citroen zu verlagern. Zudem würden Abfindungen für Beschäftigte in der Verwaltung geplant - bei gleichzeitiger Fremdvergabe der Aufgaben nach Osteuropa. Es fehle ein Geschäftsplan für die Jahre bis 2016.

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