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Emotionales Interview : Musk braucht Schlaftabletten zum Runterkommen

  • Aktualisiert am

Elon Musk arbeitet nach eigenen Angaben bis zu 120 Stunden in der Woche. Bild: AFP

120 Stunden Arbeit in der Woche, die Hochzeit seines Bruders. In einem Gespräch mit der „New York Times“ kommen Elon Musk die Tränen.

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          Wie geht es Elon Musk? Was der Milliardär, der den Autohersteller Tesla und das Raumfahrtunternehmen SpaceX gründete und leitet, über sich sagt, klingt dramatisch. „Dieses letzte Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste Jahr meiner Karriere“, sagte er nun in einem Interview der „New York Times“. Die Zeit sei geradezu quälend gewesen.

          Vor allem der mittlerweile berühmte Tweet vom 7. August, in dem Musk darüber sinnierte, Tesla von Börse zu nehmen, sorgte für Aufsehen. Der Aktienkurs Teslas war nach der Ankündigung in die Höhe geschossen, zeitweise musste deswegen der Handel an der Börse ausgesetzt werden – mittlerweile untersucht die mächtige amerikanische Finanzaufsicht SEC die Angelegenheit.

          Dem 47 Jahre alten Unternehmer hat all dies offenkundig schwer zugesetzt. In dem ausführlichen Interview erzählte Musk, dass er kürzlich bis zu 120 Stunden in der Woche gearbeitet hätte. „Es gab Zeiten, wo ich drei oder vier Tage die Fabrik nicht verlassen habe – Tage, an denen ich nicht nach draußen gegangen bin.“ Das sei vor allem auf Kosten von Kindern und Freunden gegangen.

          Seinen 47. Geburtstag Ende Juni habe Musk komplett arbeitend verbracht: „Die ganze Nacht – keine Freunde, nichts“, sagte er im Interview, anscheinend sichtlich um Worte kämpfend. Die Hochzeit seines Bruders habe er wegen des Stresses beinahe verpasst. Zwei Stunden vor der Zeremonie sei er mit dem Flugzeug gelandet. Und danach direkt wieder ins Tesla-Hauptquartier zurückgekehrt. Nach Angaben der New York Times gab es während des Interviews Momente, in denen Musk die Tränen kamen.

          Auch seinem Gesundheitszustand habe die viele Arbeit zugesetzt, so Musk. „Es war nicht gerade großartig. Ich habe Freunde, die richtig besorgt sind.“ Schlaf könne er häufig nur mit dem Schlafmitteln Ambien finden. „Es ist oft eine Wahl zwischen Schlaflosigkeit und Ambien“, sagte Musk.

          In Bezug auf seinen Börsen-Tweet ergänzte er: „ Von einem betrieblichen Tesla-Standpunkt ist das Schlimmste überstanden. Aber von einem persönlichen Standpunkt gesehen wird das Schlimmste noch kommen.“ Er habe keine Absichten, auf seine Rolle in dem Unternehmen  zu verzichten. Zugleich fragte er allerdings: „Gibt es jemanden, der den Job besser machen kann? Er kann jetzt die Zügel übernehmen.“

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