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Streit um Netzwerk-Kauf : Elon Musk rechtfertigt Absage an Twitter mit Whistleblower-Abfindung

  • Aktualisiert am

Tesla-Chef Elon Musk Bild: Reuters

Der Tesla-Chef sieht in der Millionenzahlung an einen ehemaligen Mitarbeiter einen weiteren Grund für seinen Rückzug als Käufer. Das geht aus einem Schreiben von Musks Anwälten hervor.

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          Tesla-Chef Elon Musk sieht in einer Millionen-Abfindung von Twitter für einen entlassenen Whistleblower eine weitere Rechtfertigung für die Absage der Übernahme. Das geht aus einem Schreiben von Musks Anwälten vom Freitag hervor.

          Twitter habe es versäumt, Musks Zustimmung einzuholen, bevor das Unternehmen sieben Millionen Dollar an seinen ehemaligen Sicherheitschef Peiter Zatko und 750.000 Dollar an dessen Anwälte zahlte.

          Damit habe Twitter gegen die Übernahmevereinbarung verstoßen, die solche Zahlungen beschränke. Musk sei daher nicht verpflichtet, die Übernahme abzuschließen. Von Twitter war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Im Januar wurde Zatko, der sich als „Mudge“ einen Namen als Hacker gemacht hat, von Twitter entlassen. Nach Angaben von Musks Anwälten wurde seine Abfindung im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Twitter und Zatko von Ende Juni gezahlt.

          Musk hatte im April angekündigt, er wolle Twitter für 44 Milliarden Dollar übernehmen. Im Juli hatte er dann mit Verweis auf angebliche Falschaussagen Twitters zur Anzahl von Scheinkonten auf der Plattform erklärt, er werde den Kauf nicht vollziehen.

          Im August erklärte Zatko in einer Beschwerde, dass Twitter fälschlicherweise angegeben habe, einen guten Sicherheitsplan zu haben. Musk führt das als weiteren Grund an, den Kauf nicht zu vollziehen.

          Musk und Twitter haben sich gegenseitig verklagt. Twitter will, dass ein Gericht im US-Bundesstaat Delaware den Milliardär anweist, das Geschäft zu einem Preis von 54,20 Dollar pro Aktie abzuschließen. Musk strebt eine Verfügung an, den Kauf abblasen zu können und auch nicht die für diesen Fall vereinbarte Vertragsstrafe von einer Milliarde Dollar zahlen zu müssen. Der Beginn des Gerichtsprozess ist für den 17. Oktober geplant.

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