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Mal gefeiert, mal erratisch : Elon Musk tickt ganz anders als seine Mitmenschen

Rastlos und ohne Selbstkontrolle: In Musks Kopf schwirren so viele Ideen herum, dass es sich wie eine „niemals endende Explosion" anfühlt. Doch im Moment läuft es gut für den Visionär.

          5 Min.

          Es ist nicht leicht, Elon Musk zu sein. Sagt er zumindest selbst. Dabei scheint vieles an ihm nach außen hin beneidenswert. Er führt nicht nur eines, sondern zwei der faszinierendsten amerikanischen Unternehmen. Mit Tesla hat er Elektroautos zum begehrten Markenartikel gemacht, mit Space X leistet er Pionierarbeit in der privaten Raumfahrt. Und doch würde Musk niemandem empfehlen, mit ihm tauschen zu wollen. In seinem Kopf schwirren so viele Ideen herum, dass es sich wie eine „niemals endende Explosion" anfühlt, sagt er. Schon als er sechs Jahre alt war, spürte er, dass er ganz anders tickt als seine Mitmenschen. Und er hoffte, dass niemand das merkt und auf die Idee kommt, ihn wegzusperren.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Diese Einblicke in seine Gedankenwelt gab der 47 Jahre alte Unternehmer vor einigen Wochen in einem Podcast mit einem amerikanischen Komödianten. Das Interview sorgte vor allem deshalb für Schlagzeilen, weil Musk währenddessen das Angebot seines Gesprächspartners annahm, an einem Joint zu ziehen. Nicht weniger aufschlussreich war aber Musks Beschreibung seiner inneren Rastlosigkeit. Sie liefert eine mögliche Erklärung dafür, warum er einerseits ein für seine kühnen Visionen gefeierter Unternehmer ist, sich andererseits aber regelmäßig mit seinem erratischen Verhalten selbst in die Quere kommt.

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