https://www.faz.net/-gqe-2eyw

Elektrosmog : Deutsche Ärzte geben Entwarnung

  • Aktualisiert am

          Die elektromagnetischen Felder von Handys oder Sendestationen des Mobilfunknetzes werden immer wieder als mögliche Ursache von Einflüssen auf die Gesundheit von Menschen beschrieben. Deutsche Wissenschaftler geben allerdings Entwarnung.

          Professor Jürgen H. Bernhardt vom Institut für Strahlenhygiene, einer Unterabteilung des Bundesministeriums für Strahlenschutz, stellt im „Deutschen Ärzteblatt“ fest, dass „aufgrund der bisher getroffenen Maßnahmen weder für Handybenutzer noch für Anwohner von Sendestationen ein Gesundheitsrisiko besteht“. Eine mögliche gesundheitliche Auswirkung sei derzeit „rein spekulativ“, so der Mediziner.

          Niedrige Sendeleistung

          Tatsächlich können elektromagnetische Felder zu einer Erwärmung des Körpergewebes führen. Starker Elektrosmog kann so im Extremfall die Hirnströme verändern, den Schlaf beeinträchtigen, das Herz-Kreislauf-System beeinflussen oder sogar Krebs auslösen. Mobiltelefone nutzen zum Transport von Sprache und Daten elektromagnetische Felder geringer Energie. Über diese Felder wird die Verbindung zwischen dem Handy und der nächstgelegenen Basisstation des Mobilfunknetzes hergestellt. Im Fall eines Handys sind dies allerdings maximal 2 Watt. Während des Telefonats oder der Datenübertragung wird die Leistung auf den Wert reduziert, der minimal für eine gute Verbindung erforderlich ist. Im Durchschnitt beträgt daher die Sendeleistung rund 0,25 Watt.

          Grenzwerte

          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zum Thema Strahlenschutz Grenzwerte festgelegt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat diese Werte in einer Rechtsverordnung festgeschrieben. Diese gilt für Handy und Sendestationen. Noch vor Baubeginn werden durch eine gesetzlich vorgeschriebene Prüfung Sicherheitsabstände ermittelt. Entscheidend sind Messungen, die die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in ganz Deutschland durchführt.

          Eine Untersuchung des in Hannover ansässigen Institutes für sozio-ökologische Forschung und Bildung (Ecolog) an über 1.280 Standorten ergab, dass die Grenzwerte durchschnittlich um mehr als das 600-fache unterschritten werden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die EU und Großbritannien : Warten auf Boris

          Einen Monat vor dem europäischen Gipfeltreffen, das Klarheit über den britischen EU-Austritt schaffen soll, wächst die Anspannung. Die EU hofft weiter auf konkrete Vorschläge aus Großbritannien. Doch die Zeit wird knapp.
          Jan (rechts) und Niclas Stemplewski

          Start-up Iubel : Klagen, Kassieren, Jubeln

          Der Prozessfinanzierer Iubel bietet schnellen Rechtsschutz und lässt per Algorithmus Chancen ermitteln. Auch am Dieselskandal will das Start-up mitverdienen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.