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Elektronikkonzern : Auch Samsung verkauft deutlich mehr Smartphones

Samsung-Smartphone Galaxy Bild: dpa

Der Boom bei den Smartphones beschert Samsung gute Geschäfte. An die glänzenden Zahlen von Apple kommen die Südkoreaner aber nicht ganz ran.

          2 Min.

          Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat im vierten Quartal bei Umsatz und Gewinn kräftig zulegt. Vor allem Speicherchips und Smartphones trugen zum starken Wachstum bei. Einen Wermutstropfen gab es für das Unternehmen aber trotz der sehr guten Zahlen: Nach nur einem Quartal an der Spitze müssen die Koreaner die weltweite Marktführerschaft bei Smartphones schon wieder an den Erzrivalen Apple abgeben.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Samsung verkaufte von Oktober bis Dezember rund 30 Prozent mehr Smartphones. Zwar veröffentlichte der Konzern selbst keine detaillierten Zahlen darüber, was er verkauft hat, in einer früheren Ankündigung von Anfang Januar war aber von 35 Millionen Smartphones die Rede. Apple setzte im abgelaufenen Geschäftsquartal 37 Millionen iPhones ab.

          Zudem hat sich Samsung das hohe Absatzvolumen mit deutlich höheren Marketing-Ausgaben erkauft, was die Marge im Geschäft mit Mobiltelefonen insgesamt wieder auf 14,8 Prozent sinken ließ. Zwar war das noch deutlich höher als die 11,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal hatte die Marge aber noch bei 16,9 Prozent gelegen.

          Die Geschäfte sind vor allem im Weihnachtsquartal durch die Nachfrage nach Smartphones und Flachbildschirmfernsehern getrieben worden. Die Nachfrage nach Computer-Speicherchips (DRAMs) sei hingegen weiter schwach gewesen. Bei Spezialprodukten wie mobilen Speicherbausteinen sei jedoch aufgrund des Bedarfs für Smartphones und Tablet-Computer ein konstantes Wachstum verzeichnet worden.

          Festplattengeschäft verkauft

          Auch das Halbleitergeschäft des Konzerns zog im vierten Quartal kräftig an. Gerade bei dem wichtigsten Produkt - Speicherchips für Computer - konnte Samsung mit kosteneffizienten Produktionsstrukturen den niedrigeren Preisen der schwächeren Nachfrage entgegensteuern. Das Nettoergebnis der Samsung Electronics kletterte damit um 17 Prozent auf 4 Billionen südkoreanische Won (2,7 Milliarden Euro). Es lag damit leicht unterhalb der Analystenschätzung von 4,12 Billionen Won. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 47,3 Billionen Won. Samsung hatte Anfang Januar 46 bis 48 Billionen prognostiziert.

          Einmalige Sondereffekte, wie der Verkauf des Festplattengeschäfts, spülten 800 Milliarden Won zusätzlich in die Kassen. Das operative Ergebnis stieg auf den Rekordwert von 5,3 Billionen Won nach 3 Billionen im Vorjahr. Einen ähnlich hohen Ertrag hatte Samsung zuletzt im zweiten Quartal 2010 vermeldet. Selbst waren die Koreaner im Vorfeld von 5 bis 5,4 Billionen Won ausgegangen.

          Für die ersten Monate des laufenden Jahres erwartet Samsung wegen der unsicheren Entwicklung der Weltkonjunktur ein eher schwächeres Geschäft. Hoffnung setzt das Unternehmen vor allem auf die zweite Jahreshälfte und geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage bis dahin stabilisiert hat.

          Im Gesamtjahr verdiente Samsung unterm Strich dennoch weniger als 2010. Der Überschuss ging den Angaben zufolge um 15 Prozent auf 13,7 Billionen Won zurück. Dagegen kletterte der Umsatz um 7 Prozent auf ein Allzeithoch von 165 Billionen Won.

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