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Emissionsfreie Mobilität : Sind Elektroautos wirklich umweltfreundlich?

  • -Aktualisiert am

High-Tech-Batterien wie diese versorgen den Elektro-Smart der dritten Generation mit Strom. Bild: dpa

Ja, auf jeden Fall, sagt die Automobilindustrie. Umweltforscher äußern jedoch ihre Zweifel. Die Wahrheit ist kompliziert — und hängt letztlich von den verwendeten Batterien ab.

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          Verschmutzen Elektroautos die Umwelt? Vom schwedischen Institut für Umweltforschung im vergangenen Sommer aufgestellt, zeichnete diese Frage ein eher ernüchterndes Bild vom Traum der emissionsfreien Mobilität. Die schwedischen Forscher argumentierten, dass die Produktion der Lithium-Ionen-Batterien große Mengen an Strom benötige, welcher trotz europäischer Energiewende immer noch anteilig aus umweltschädlichen Quellen erzeugt werde. Der Chef des Heidelberger Umwelt- und Prognose-Instituts (UPI), Dieter Teufel, brachte es auf die Formel, dass „Elektroautos ungefähr genauso schädlich sind wie Diesel-Fahrzeuge.“

          Fakt ist, dass in Deutschland noch immer mehr als 30 Prozent des Stroms mit der Verbrennung von Kohle erzeugt werden. Somit kommt der Strom, der die Fahrzeuge antreibt und der insbesondere auch für die Produktion der Batterien benötigt wird, zu rund einem Drittel aus einer umweltschädlichen Quelle. Auch der massive Ausbau von regenerativen Energiequellen in Deutschland bessert die Situation aus Sicht der Umweltschützer nicht: Das kompensiere zunächst lediglich die wegfallenden, jedoch klimaneutralen Atomkraftwerke, argumentiert das Heidelberger UPI. Am deutschen Strom-Mix ändere sich vorerst nichts.

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