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Neues Elektroauto : E.Go? No-Go!

  • -Aktualisiert am

Ministerpräsident Armin Laschet am Steuer eines e.GO Life Bild: dpa

Klein, wendig, für die Stadt – das ist das richtige Rezept für Elektroautos. Der neue E.Go wird von Armin Laschet nun hochgelobt, dabei ist das Gesamtpaket einfach schlecht.

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          Bis vor kurzem wäre jeder, der einen klapprigen Kleinstwagen für 20.000 Euro angeboten hätte, vom Hof gejagt worden. Heute macht man ihm denselben. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet adelt die Erstauslieferung des von einer Hochschultruppe erdachten, E.Go genannten elektrischen Minis, und die Menschheit schaut bewundernd hin. Dass der Tank nur für rund 100 Kilometer reicht und Nachladen neun Stunden dauert, scheint auch nicht weiter zu stören, das Land wird reicher an Phantasten und Phantastereien.

          Dabei hat sein Schöpfer, der Professor aus Aachen, die einzig richtige Idee zum Elektroauto: klein, wendig, für die Stadt. Das ist das passende Revier. Nur scheint die Zeit noch nicht reif, und ob sie es jemals wird, ist offen. Der E.Go ist auf schlappe 34 PS Dauerleistung begrenzt und verbraucht in ersten Tests horrende 24 kWh Strom auf 100 Kilometer. Trotz 24.650 Euro Einführungspreis ist er karg ausgestattet.

          Das ist als Paket einfach schlecht. Gleichwohl lohnt es sich, den Querdenker Günther Schuh, der zuvor den Streetscooter für die Deutsche Post entwickelt hat, nicht zu verlachen. Volkswagen hat er schon als Entwicklungspartner für deren elektrischen Buggy gewonnen, VW-Chef Herbert Diess und Schuh schätzen einander. Schuhs erste Gehversuche taugen zwar nichts, seine Umtriebigkeit aber ist beeindruckend.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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