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Sponsoring : Die Eintracht geht der Deutschen Bank fremd

Erst dieses Jahr wurde die ehemalige Commerzbank-Arena umbenannt. Bild: dpa

Seit dieser Saison spielt Eintracht Frankfurt im Deutsche Bank Park. Auch ein neues Bezahlsystem für das Stadion hatte die Bank angekündigt. Doch der wichtigste Teil kommt nun von den Volksbanken. Was dahinter steckt.

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          Die Partnerschaft zwischen Eintracht Frankfurt und der Deutschen Bank steht unter keinem guten Stern. Ausgerechnet zur Corona-bedingt fast zuschauerlosen Saison hat die größte deutsche Bank das Namenssponsoring für das Waldstadion übernommen – nun heißt die frühere Commerzbank-Arena für kolportiert 5,5 Millionen Euro im Jahr Deutsche Bank Park, und keiner geht hin. Und auch in dem vollmundig angekündigten Bezahlsystem, das die Deutsche Bank für die Eintracht entwickeln wollte, hakt es.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nun gab der Fußball-Bundesligist bekannt, dass er den idealen Partner für seine „Digitalisierungs- und Innovationsoffensive“ im Bezahlen in VR Payment gefunden habe. Der Zahlungsspezialist der Volksbanken und Raiffeisenbanken und die Eintracht unterzeichneten dafür einen mehrjährigen Kooperationsvertrag. Nicht nur die Verkäufe in und um das Stadion, auch alle Online-Verkäufe und das Bezahlen in den Fanshops der Eintracht sollen künftig von VR Payment verarbeitet werden.

          Ausgerechnet die doch eher bodenständig daherkommenden Volksbanken sorgen nun also im Deutsche Bank Park dafür, dass die Fans ihr Würstchen bezahlen können? Man muss schon ziemlich tief in die Bezahltechnik eintauchen, um die Meldung nicht als Affront gegen den Namenssponsor zu lesen: Bei Kartenzahlungen gibt es einen „Issuer“, der die Karte ausstellt, und einen „Acquirer“, der die Lesegeräte stellt und die Zahlung abwickelt. Im Fall der Eintracht will die Deutsche Bank eine Bezahlkarte für die Fans auflegen, ist also der Issuer. Für die Geräte und die Abwicklung hat sich der Verein nun aber für VR Payment entschieden. Dieses Geschäft betreibt die Deutsche Bank gar nicht mehr selbst. Gemeinsam mit ihrem Partner First Data will sie aber ebenjenes Geschäft gerade stärker ausbauen, wie die F.A.Z. im Frühjahr exklusiv berichtet hatte. Dass sich die Eintracht nun nicht für First Data entschieden hat, ist also zumindest ein Rückschlag in dem Bestreben.

          Und auch die Eintracht-Bezahlkarte, die die Deutsche Bank eigentlich schon zu Beginn der Saison herausgeben wollte, soll nun erst Anfang nächsten Jahres herauskommen. Ein Grund ist offenbar, dass man zunächst aus Marketinggründen hatte warten wollen, bis die Fans auch wieder ins Stadion pilgern können. Ein anderer ist, dass es die Debitcard gar nicht als echte Plastikkarte geben soll, sondern sie nur virtuell auf dem Handy der Fans ausgestellt wird. Damit wartet man nun, bis die Eintracht ihre neue Fan-App vorstellt.

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