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Weniger Dorsch und Hering : Fangquoten in der Ostsee deutlich abgesenkt

  • Aktualisiert am

Ein frisch gefangener Dorsch liegt in der Fischereigenossenschaft Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) auf Eis. Bild: dpa

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf eine Begrenzung des Fischfangs verständigt. Auch für Angler hat die Einigung Konsequenzen – wenn auch nicht so schlimme wie von der Kommission gefordert.

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          Die Mitgliedstaaten der EU haben sich für 2020 auf deutlich niedrigere Fangquoten in der Ostsee geeinigt. Besonders für Dorsch und Hering wurde die maximale Fangmenge stark gesenkt, wie der Rat der Mitgliedstaaten nach einer Einigung am späten Montagabend in Luxemburg mitteilte.

          In der für deutsche Fischer wichtigen westlichen Ostsee sinkt demnach die Quote für Hering um 65 Prozent und für Dorsch um 60 Prozent. Dorsch darf in den restlichen Gewässern zudem nur als Beifang gefischt werden. Die Mitgliedstaaten verlängerten so
          ein im Juli mittels Sofortmaßnahme durch die EU-Kommission verhängtes Fangverbot.

          Die Kommission hatte für Hering und Dorsch in der westlichen Ostsee noch stärkere Einschnitte vorgeschlagen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte diese Pläne vor den Verhandlungen mit ihren Ministerkollegen als „extreme
          Kürzungen“ bezeichnet. Es sei wissenschaftlich vertretbar „etwas moderater zu kürzen“.

          Auch bei den Beschränkungen der Freizeitfischerei setzte sich Klöckner durch: Die Tageshöchstmenge an Dorschen je Angler wird laut der Einigung vom Montagabend von sieben auf fünf Exemplare abgesenkt. Die Kommission hatte ein „Bag Limit“ von maximal zwei Fischen am Tag gefordert. 

          Außerdem legten die Minister die maximalen Fangmengen für Lachs, Scholle und Sprotte fest. Bei der Lachsfischerei ergeben sich demnach nur geringfügige Änderungen. Für Scholle sinkt die Quote um 32 Prozent, für Sprotte um 22 Prozent.

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