https://www.faz.net/-gqe-7tkpl

Einheitliche Regelung : Kalifornien will als erster amerikanischer Bundesstaat Plastiktüten verbieten

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

50 Städte in Kalifornien haben es schon. Nun will Gouverneur Jerry Brown das Plastiktütenverbot auf den gesamten Bundesstaat ausweiten. Die Republikaner sind dagegen.

          1 Min.

          Kalifornien wird als erster amerikanischer Bundesstaat kostenlose Einweg-Plastiktüten verbieten. Gouverneur Jerry Brown sagte am Donnerstag in einer Fernsehdebatte mit seinem Herausforderer, dem Republikaner Neel Kashkari, er werde das vom kalifornischen Parlament bereits gebilligte Verbot bis Ende September unterzeichnen. Damit kann das Verbot in Kraft treten. Ab Juli kommenden Jahres dürften dann Lebensmittelhändler und Apotheken nicht mehr kostenlose Einweg-Plastiktüten verteilen, ab Juli 2016 würde das Verbot auch für Supermärkte und Alkoholgeschäfte gelten.

          Brown begründete das geplante Verbot damit, dass bereits rund 50 kleine und große Städte in Kalifornien es eingeführt haben, darunter Los Angeles und San Francisco. „Das sorgt für eine Menge Verwirrung“, sagte er laut „Los Angeles Times“ in der Debatte. Das Verbot sei ein Kompromiss: Berücksichtigt werde auf der einen Seite der Umweltschutz, auf der anderen die Interessen der Einzelhändler. Sie dürfen auch weiterhin Tüten ausgeben, allerdings nur welche aus Papier oder wiederverwertbarem Material und gegen eine Gebühr von zehn Cent (knapp acht Euro-Cent).

          Die Republikaner sind strikt gegen ein Plastiktüten-Verbot - damit mische sich die Regierung in die Geschäfte kleiner und mittlerer Unternehmen ein. Plastiktüten-Hersteller drohten bereits mit Stellenstreichungen. Kandidat Kashkari sagte in der Debatte, er werde das Verbot niemals unterzeichnen: „Keine Chance.“ Für ihn wollen jüngsten Umfragen zufolge Anfang November 34 Prozent der Kalifornier stimmen - für Brown 50 Prozent.

          Weitere Themen

          Die Lücken der Arbeitslosenstatistik

          Beschäftigungsquote : Die Lücken der Arbeitslosenstatistik

          Viel mehr Menschen, als es die offizielle Quote zeigt, haben derzeit nichts zu tun. Das gilt auch für Deutschland, wo viele Menschen in Kurzarbeit gehen mussten.

          Topmeldungen

          Es ist fünf vor zwölf: Agentur für Arbeit in Hamburg

          Beschäftigungsquote : Die Lücken der Arbeitslosenstatistik

          Viel mehr Menschen, als es die offizielle Quote zeigt, haben derzeit nichts zu tun. Das gilt auch für Deutschland, wo viele Menschen in Kurzarbeit gehen mussten.
          Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder am Samstag in seinem Büro

          Rede beim virtuellen Parteitag : Großes Kino mit Markus Söder

          Der CSU-Chef erklärt den Delegierten ausführlich seine Corona-Politik und gibt sich dabei demonstrativ sprachsensibel. Eine zentrale Rolle bei der Inszenierung spielt eine Tasse – mit „Game of Thrones“-Motto.
          Nicht nur der Schalker Mark Uth (rechts) wollte gar nicht mehr hinsehen.

          1:3 gegen Bremen : Der nächste Schalker Absturz

          Nach dem 0:8 beim FC Bayern verlieren die Königsblauen auch das Duell der Krisenklubs. Ein Bremer Stürmer schießt Schalke im Alleingang ab. Und die Tage von Trainer David Wagner könnten bald gezählt sein.
          Blick in die Zukunft: Mitarbeiter am Zentrum für taktiles Internet in Dresden arbeiten mit einem Roboter

          Robotik-Standort Dresden : „Eine Riesenrevolution steht uns bevor“

          Dresden hat sich seit 1990 zu einem Hightech-Standort entwickelt. Das liegt an der Geschichte, vor allem aber an den Menschen. Sie haben sich schon oft neu erfunden. Bald will die Stadt zu den führenden Robotik-Zentren Europas gehören.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.