https://www.faz.net/-gqe-9on9v

Arbeitskosten : Eine Stunde Arbeit kostet in Deutschland 35 Euro

  • Aktualisiert am

Dachdecker decken das Dach eines Wohnhauses ab. Bild: dpa

Hierzulande sind die Arbeitskosten im vergangenen Jahr weniger stark gestiegen als im EU-Durchschnitt. In fünf Ländern kostet eine Stunde Arbeit mehr.

          1 Min.

          Die Arbeitskosten für die private Wirtschaft sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland weniger stark gestiegen als im Mittel der Europäischen Union. Von 2017 auf 2018 erhöhten sich die Arbeitskosten um 2,3 Prozent und damit einen halben Prozentpunkt unter dem EU-Mittel, wie das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Berlin mitteilte.

          Nur auf den Euroraum bezogen lag der Anstieg in Deutschland demnach im Durchschnitt der Währungsunion. Mit Arbeitskosten von 35 Euro je Stunde habe Deutschland wie im Jahr zuvor an sechster Stelle unter den EU-Ländern gelegen. Höhere Arbeitskosten fallen demnach in Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden und Frankreich an. In den Niederlanden, Finnland und Österreich seien die Kosten ähnlich.

          Da die Löhne in Deutschland in den vergangenen Jahren wieder etwas stärker gestiegen seien, habe sich die Entwicklung der Arbeitskosten nach Einschätzung der Forscher normalisiert. Trotzdem weise Deutschland im Gesamtzeitraum seit 2001 mit 2,1 Prozent im Jahresmittel zusammen mit Italien den drittniedrigsten Anstieg auf, nur in den Euro-Krisenländern Griechenland und Portugal sei der Anstieg noch niedriger ausgefallen.

          Gerade zu Beginn der 2000er Jahre waren vor dem Hintergrund hoher Arbeitslosenzahlen die Löhne geringer gestiegen. Die Studienautoren Alexander Herzog-Stein, Ulrike Stein und Rudolf Zwiener sehen deshalb „weiterhin noch Spielraum nach oben“ für die deutschen Löhne.

          Weitere Themen

          Lagarde geht auf Frankfurts Banker zu

          Neue EZB-Präsidentin : Lagarde geht auf Frankfurts Banker zu

          In ihrem ersten öffentlichen Auftritt als EZB-Präsidentin räumt Christine Lagarde unerfreuliche Nebenwirkungen der Geldpolitik ein – und fordert eine Stärkung der Binnennachfrage.

          Topmeldungen

          Zustand der Bundeswehr : Militärisches Leichtgewicht

          Künftig soll die Bundeswehr nach dem Willen der Verteidigungsministerin Seite an Seite mit den Verbündeten auch kämpfen. Ist die Truppe darauf wirklich vorbereitet? Eine Analyse.
          Christine Lagarde während ihrer ersten öffentlichen Rede als EZB-Präsidentin auf dem Frankfurter European Banking Congress

          Neue EZB-Präsidentin : Lagarde geht auf Frankfurts Banker zu

          In ihrem ersten öffentlichen Auftritt als EZB-Präsidentin räumt Christine Lagarde unerfreuliche Nebenwirkungen der Geldpolitik ein – und fordert eine Stärkung der Binnennachfrage.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.