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„Frag den Mohr“ : Soll ich meinen Tod versichern?

Hinterlässt zumindest fußballerisch ein großes Erbe: Diego Maradonna Bild: dpa

Der Tod kommt meistens ungelegen. Für die Hinterbliebenen kann eine Police das Weiterleben erleichtern. Ein schneller Rat in zwei Minuten.

          1 Min.

          Eine Risiko-Lebensversicherung ist eine der einfachsten, klarsten und günstigsten Versicherungen. Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, erhält der Begünstigte einen festen Betrag, zum Beispiel 100 000 Euro. Drei Fragen gilt es zu klären: Ist die Versicherung nötig? In welcher Höhe und mit welcher Laufzeit?

          Daniel Mohr

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Erster Fall: ledig, Single, keine Kinder. Braucht die Versicherung nicht. Wenn er stirbt, und das soll nicht herzlos klingen, stürzt in der Regel niemand in eine finanzielle Krise. Zweiter Fall: verheiratet oder in Partnerschaft lebend, keine Kinder. Da ist eine Versicherung sinnvoll, wenn zusammen ein Immobilienkredit abgestottert wird, den einer allein nicht tragen kann. Achtung: Wer nicht verheiratet ist, muss auf die Auszahlung Erbschaftsteuer zahlen. Der Freibetrag ist nur 20 000 Euro, für Verheiratete hingegen 500 000 Euro. Über-Kreuz-Lebensversicherungen sind eine Lösung, um die Erbschaftsteuer zu umgehen. Dritter Fall: Szenarien mit kleinen Kindern. Versicherung ist unbedingt sinnvoll. Im Todesfall eines der Elternteile fällt Familieneinkommen weg und eine Betreuungsperson für die Kinder.

          Je jünger, desto günstiger

          Die Laufzeit der Verträge sollte sich daran bemessen, wie lange ein Immobilienkredit noch läuft und wie lange die Kinder voraussichtlich noch finanzieller Unterstützung bedürfen. Die Höhe der Versicherung sollte sich am Einkommen orientieren. Eine feste Summe ist einfacher und klarer als variable Beträge. Drei bis fünf Jahresgehälter des Versicherten gelten als gute Daumenregel. Generell gilt: Je jünger man beim Abschluss ist und je kürzer der Vertrag läuft, desto günstiger ist er.

          Wer ihn mit 30 über 100 000 Euro für 25 Jahre abschließt, zahlt derzeit etwa 50 Euro im Jahr. Wer das erst mit 40 macht, landet bei rund 130 Euro und mit 50 schon bei 400 Euro. Auch eine ungünstige Gesundheitsprüfung kann die Versicherung deutlich verteuern. Vor dem Vertragsabschluss sollte geprüft werden, ob in anderen Versicherungen wie zum Beispiel der Berufsunfähigkeitsversicherung schon ein Todesfallschutz enthalten ist und ob der ausreicht.

          Haben Sie Fragen rund um das Thema Geld?

          Gerne an unseren Redakteur Daniel Mohr unter fragdenmohr@faz.de

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