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Gewerkschaft rechnet vor : Eine Million Arbeitstage durch Streiks ausgefallen

  • Aktualisiert am

Im Februar streikten Geldtransporter-Fahrer in Hamburg. Bild: dpa

Fast vier Mal so viele Arbeitstage sind im vergangenen Jahr durch Arbeitskämpfe ausgefallen wie im Jahr zuvor. Forscher nennen eine konkrete Auseinandersetzung als Grund.

          Durch Streiks sind in Deutschland im vergangenen Jahr nach Berechnungen des gewerkschaftsnahen WSI-Instituts rund eine Million Arbeitstage ausgefallen. Die Zahl habe sich im Vergleich zum vorangegangenen Jahr mehr als vervierfacht, teilten die Forscher mit.

          Knapp 1,2 Millionen Beschäftigte seien an den Streiks beteiligt gewesen. Hauptgrund für den Anstieg sei der Arbeitskampf in der Metall-Tarifrunde gewesen, der zu rund 60 Prozent aller Ausfalltage geführt habe. Für das laufende Jahr erwartet das WSI einen deutlichen Rückgang des Streikvolumens.

          Im internationalen Vergleich erscheint Deutschland mit Blick auf die Streikbilanz als eher friedfertig. Nach Schätzung des WSI fielen in Deutschland zwischen 2008 und 2017 im Durchschnitt 16 Arbeitstage pro 1000 Beschäftigte durch Arbeitskämpfe aus.

          In Dänemark seien es währenddessen 117 und in Frankreichs Privatwirtschaft 119 Ausfalltage gewesen. Merklich niedriger sei das Streikvolumen in Polen, Schweden, Österreich und der Schweiz.

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