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: Eine Finte setzt Telekom unter Druck

  • Aktualisiert am

          1 Min.

          Mit 700 Millionen Euro wollen sich United Internet und Freenet an den rund 3 Milliarden Euro Investitionskosten der Deutschen Telekom für das geplante VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz beteiligen.

          Ralph Dommermuth und Eckhard Spoerr, die Chefs der beiden Telekom-Konkurrenten, können die Beträge mit leichter Hand in den Ring werfen. Sie sind sicher, daß die Telekom das Angebot niemals annehmen wird. Das scheinbar großzügige Angebot ist nicht mehr als eine Finte, um die Telekom in die Defensive zu drängen. Denn die Deutsche Telekom rechtfertigt ihren Wunsch, das neue Netz nicht für die Konkurrenz zu öffnen, gerne mit dem Schutz der hohen Investitionskosten.

          Argument der Telekom verliert an Wert

          Wenn die Konkurrenten nun aber signalisieren, sich mit einem großen Betrag an den Investitionen beteiligen zu wollen, ist das Argument der Telekom im Streit um den Netzzugang nicht mehr viel wert.

          Dommermuths Schachzug, dem sich Spoerr sogleich angeschlossen hat, ist daher sehr geschickt. Beide Unternehmen müssen am Ende der Auseinandersetzung mit der Telekom sicher sein, Zugang zum neuen Netz zu bekommen. Die schon einmal erfolgreiche Drohung, notfalls in eigene Infrastruktur zu investieren, wirkt in diesem Fall aufgrund technischer Begrenzungen nämlich nicht. Die Telekom-Konkurrenten brauchen den Zugang, damit der deutsche DSL-Markt im noch jungen Wettbewerb nicht wieder in alte Monopolzeiten zurückfällt.

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