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Bierkonzern : Ein neuer Chef für Heineken

Bild: Reuters

Der Vorstandschef des niederländischen Bierherstellers hat vorzeitig seinen Rücktritt angekündigt. Der Nachfolger steht schon fest.

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          An der Spitze des niederländischen Braukonzerns Heineken kommt es zu einem Wechsel. Der langjährige Heineken-Vorstandschef Jean-François van Boxmeer hat seinen Rücktritt angekündigt – ein Jahr früher als bislang geplant. Der Belgier werde nach 15 Jahren seinen Posten abgeben, teilte Heineken mit.

          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Als Grund für seinen Rücktritt nannte der 58 Jahre alte Boxmeer laut der Erklärung, es sei Zeit für einen Generationswechsel. Seine Nachfolge ist schon geregelt. Von Juni an soll der 46 Jahre alte Niederländer Dolf van den Brink an die Spitze des Braukonzerns rücken. Er ist derzeit Direktor für Heineken in Asien. Er bekommt einen Vierjahresvertrag.

          Heineken ist - allerdings mit großem Abstand hinter der globalen Nummer eins AB Inbev - die zweitgrößte Brauereigruppe der Welt. Zum Konzern gehören neben der namensgebenden Hauptmarke mehr als 250 Biermarken rund um die Welt, darunter Desperados, Foster’s, Murphy’s, Krusovice und Amstel. Laut der Rangliste des Hopfenanbieters Barth-Haas Group kommt Heineken auf rund 12 Prozent der Welt-Bierproduktion. Weltmarktführer AB Inbev kommt auf rund 30 Prozent.

          Dolf van den Brink
          Dolf van den Brink : Bild: Heineken

          Heineken ist wirtschaftlich in guter Verfassung. Heineken konnte sein Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um fast 4 Prozent auf mehr als vier Milliarden Euro steigern. Fast überall auf der Welt verkaufte Heineken mehr Bier - nur in Europa nicht.

          Vor allem in Schwellenländern wie Vietnam, Kambodscha und Brasilien profitiert Heineken von einem wachsenden Bierdurst. Das Unternehmen profitiert zudem von niedrigeren Kosten für Gerste und Aluminium.

          Nach Bekanntgabe der neuesten Zahlen stieg der Aktienkurs um mehr als 6 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Aktienkurs verdreifacht.

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