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Uffizien-Chef im Gespräch : Herr Schmidt, wie verdient Ihr Museum Geld?

Eike Schmidt in der „Galleria“ des zweiten Stocks der Uffizien in Florenz, die ursprünglich als Bürogebäude dienten. „Uffizi“ ist das italienische Wort für „Büros“. Bild: Stefano Dal Pozzolo/contrasto/la

Der deutsche Kulturmanager Eike Schmidt hat die Uffizien umgekrempelt. Die Ticketpreise sind teurer geworden, trotzdem kommen mehr Besucher. Mit Ralph Bollmann sprach er über seine Pläne für Italiens bekanntestes Museum.

          8 Min.

          In seinem Büro warten die Umzugskartons. Eigentlich wollte Eike Schmidt, der 51 Jahre alte Direktor der Uffizien in Florenz, nach Wien umziehen und dort am Freitag sein Amt als Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums antreten – ein Sprung von einem Gipfel des internationalen Museumsbetriebs auf den anderen. Vor ein paar Wochen machte er überraschend einen Rückzieher und verlängerte seinen Vertrag in Florenz. Die Kartons wird er trotzdem brauchen, denn das Zimmer muss er so oder so verlassen: Im Rahmen des Projekts „Neue Uffizien“ steht eine Renovierung des Verwaltungstrakts an. Das Haus wird Schmidt fürs Erste vom Palazzo Pitti aus leiten, der Medici-Residenz auf der anderen Seite des Arnos, die zu den Uffizien gehört.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Mit dem Umbruch, in dem das Florentiner Museum derzeit steckt, begründete Schmidt auch seine überraschende Absage, die in Wien derzeit ein Aufreger erster Güte ist. Der 1. November, an dem der Museumsmanager eigentlich wechseln wollte, markiert nun eine Etappe in der toskanischen Hauptstadt: Was hat der Direktor in seiner ersten vierjährigen Amtszeit erreicht? Und was hat er vor in seiner zweiten Amtsperiode?

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