https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eigentumsschutz-ist-keine-zensur-urheberrecht-17379383.html

Urheberrecht : Eigentumsschutz ist keine Zensur

  • -Aktualisiert am

Mit dem Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz (UrhDaG) werden Vorgaben der europäischen Richtlinie umsetzt. Bild: Reuters

Nach jahrelangem Gezerre tritt bald das neue Urheberrecht in Kraft. Die Nutzer bekommen einen Vertrauensvorschuss.

          2 Min.

          Der Elfmeter in der Verlängerung, die Schlüsselszene eines Films, der Refrain eines Liedes – die Höhepunkte eines Werkes sind kurz. Und kostbar: für Rechteinhaber, die sie einzeln lizenzieren, ebenso wie für Nutzer, die sie konsumieren. Ihre Nutzung ist deshalb die Schlüsselfrage des Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetzes (UrhDaG), mit dem der deutsche Gesetzgeber die Vorgaben der europäischen Richtlinie umsetzt.

          Der Unionsgesetzgeber hatte sich in quälenden Verhandlungen auf ein schwierig umzusetzendes Pflichtenprogramm festgelegt: Plattformbetreiber wie Youtube verantworten bei ihnen veröffentlichte Inhalte. Drohenden Verstößen durch von Dritten eingestellte Inhalte müssen sie durch den Einsatz von Up- load-Filtern vorbeugen. Zugleich darf deren Einsatz keine erlaubten Nutzungen verhindern. Die technisch bedingte Krux: Die Filter-Algorithmen können zwar Inhalte identifizieren und prüfen, ob sie lizenziert wurden. Sie werden aber nicht immer in der Lage sein, eine gesetzlich erlaubte Nutzung zu erkennen. Ein Zitat mögen sie noch erfassen. Aber eine Karikatur, Parodie oder Pastiche?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Archivbild von 1968: Streikende Arbeiter und Mitglieder der CGT-Gewerkschaft in der Werkhalle von Renault in Boulogne-Billancourt

          Aktienmärkte : Eine neue Ära bricht an

          Ist das Zeitalter der Globalisierung und strukturell steigender Aktienmärkte vorbei? Viele Strategen gehen davon aus. Nur über die Tragweite gegen die Meinungen auseinander.