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Carsten Kratz : Früherer BCG-Deutschlandchef geht zu Finanzinvestor

Carsten Kratz Bild: Boston Consulting Group

Der langjährige Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Boston Consulting Group, Carsten Kratz, wechselt die Branche. Er heuert beim Finanzinvestor Bridgepoint an.

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          Ab Oktober arbeitet der 52 Jahre alte Berater für den Finanzinvestor Bridgepoint in Frankfurt. Kratz wird künftig das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz leiten, gemeinsam mit dem bisherigen Amtsinhaber Christopher Brackmann. Das schrieb Kratz am Donnerstag den BCG-Mitarbeitern in einer internen Mail.

          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Kratz arbeitete fast 30 Jahre für BCG, die vergangenen sechs Jahre als Deutschland-Chef. Im Frühjahr musste er den Posten turnusgemäß räumen, weil nach den internen Regeln des Beratungshauses nur zwei Amtszeiten erlaubt sind. Zu seinem Nachfolger wurde der 40 Jahre alte Matthias Tauber bestimmt.

          Um Kratz weiter an sich zu binden, hatte BCG für ihn noch im Frühjahr eigens den neuen Posten eines Chairmans für Deutschland und Österreich geschaffen, der nun wieder eingestampft wird. Kratz kennt die Private-Equity-Branche gut, er habe in den vergangenen zehn Jahren viel in diesem Umfeld beraten, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z: „Der Ruf der Branche als Heuschrecke ist nicht mehr gerechtfertigt“, sagt Kratz. Bridgepoint gebe den Managern der Unternehmen, in die investiert wird, mehrere Jahre Zeit. Es werde „partnerschaftlich zusammengearbeitet“.

          Bridgepoint ist vor allem auf den Erwerb großer Mittelständler spezialisiert. Der größte Bridgepoint-Fonds hat derzeit 5,7 Milliarden Euro in Unternehmen mit einem Wert zwischen 200 Millionen und einer Milliarde Euro investiert, darunter der britische Hersteller von Test-Ausrüstung für Flugzeughersteller, Element Materials, und bis vor kurzem die Kaffeehauskette Pret A Manger und der spanische Sportvermarkter Dorna, dem Rechteinhaber der Motorrad-Weltmeisterschaften. Auch der deutsche Brillenglas-Hersteller Rodenstock gehörte lange zum Portfolio von Bridgepoint.

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