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Gleichstellung : Ehegattensplitting fördert klassische Rollenverteilung

  • -Aktualisiert am

Die klassische Rollenverteilung herrscht auch heute noch in vielen Ehen vor: Der Mann verdient das Geld und die Frau kümmert sich um den Haushalt. Bild: dpa

In Deutschland arbeiten verheiratete Frauen deutlich weniger als in anderen Ländern. Woran das liegt, hat die Frankfurter Ökonomin Fuchs-Schündeln untersucht.

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          Die Frau kümmert sich um den Haushalt, und der Mann verdient das Geld. Das klingt nach einem überholten Rollenbild, ist in deutschen Ehen aber oft noch gelebte Realität. Zwar ist die Erwerbsquote von verheirateten Frauen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren seit den achtziger Jahren von knapp 50 Prozent auf mehr als 75 Prozent gestiegen. Doch sie arbeiten heute je Kopf nicht mehr, sondern sogar weniger als damals. So ist die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je verheirateter Frau um rund 270 Stunden im Jahr – umgerechnet 7 Wochen – gesunken. Auch für verheiratete Frauen ohne Kinder gibt es diesen Effekt.

          Svea Junge
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland damit deutlich hinterher, zeigen die Untersuchungen von Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt. Für die Ökonomin ist das Ehegattensplitting ein gewichtiger Grund für Deutschlands Abschneiden, wie sie am Montagabend im Rahmen der Vortragsreihe „Münchener Seminare“ des Ifo-Instituts erklärte.

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