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EFSF : Ratingbestnote bestätigt

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Die EFSF-Zentrale in Luxemburg Bild: Röth, Frank

Die drei führenden amerikanischen Ratingagenturen haben die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF bestätigt. Nur mit der Bestnote „AAA“ kann der Fonds mit der größtmöglichen Schlagkraft arbeiten.

          Die führenden amerikanischen Ratingagenturen haben nach dem EU-Gipfel die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF bestätigt. Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch bewerten die EFSF weiter mit der bestmöglichen Note. Sie hätten ihre Bewertung mit „AAA“ bestätigt, teilte der Fonds am Samstag in einer Erklärung mit. Demnach berücksichtigt die Bestätigung die am 18. Oktober in Kraft getretene Erhöhung der EFSF-Ausleihkapazität auf 440 Milliarden Euro, die von Garantien in Höhe von 780 Milliarden Euro flankiert wird.

          Erst am Donnerstag war bei einem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurozone in Brüssel beschlossen worden, die Schlagkraft des Eurorettungsfonds auf eine Billion Euro zu erhöhen. Investoren sollen dabei mit Hilfe eines sogenannten Hebels dazu ermuntert werden, Staatsanleihen von Euroländern zu kaufen. Der Fonds sichert diese Anleihen teilweise gegen Verluste ab.

          Die Bestbenotung ist Voraussetzung dafür, dass der Fonds mit der größtmöglichen Schlagkraft arbeiten kann. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in ihrer Regierungserklärung am Mittwoch von einem Schutzwall für den Euro gesprochen, der Ansteckungsgefahren für andere hochverschuldete Euro-Länder verhindern soll. EFSF-Chef Klaus Regling betonte, die Bestätigung der höchsten Kreditwürdigkeit zeige „das Vertrauen in die Strategie der Euro-Zone, um die Finanzstabilität wieder herzustellen“. Deutschland beteiligt sich am EFSF mit Garantien von 211 Milliarden Euro.

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