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Streit um den Preis : Edeka verkauft Heinz-Ketchup nicht mehr

Verbannt: Edeka führt Heinz-Ketchup nicht weiter im Programm. Bild: dpa

Kunden von Edeka müssen künftig auf Heinz-Ketchup verzichten. Nach einem Streit mit Kraft Heinz beendet der Einzelhändler die Zusammenarbeit. Nun soll es eine hauseigene Ketchup-Marke geben.

          Der Ketchup-Konzern Kraft Heinz beliefert den Unternehmensverbund Edeka nicht länger. Grund dafür sei eine im zweistelligen Prozentbereich liegende Preiserhöhung, die der Supermarkt nicht akzeptieren wolle, berichtete die „Lebensmittel Zeitung“ am Freitag.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Während Edeka auf einer Preissenkung bestand, pochte der Ketchup-Konzern auf eine Preiserhöhung. Nach gescheiterten Gesprächen stellte der Ketchup-Hersteller seine Lieferung an die deutsche Handelskette ein.

          Statt den Streit beizulegen, soll nun eine eigens entwickelte Ketchup-Marke in die Geschäfte von Edeka kommen. Diese soll unter dem Namen „Papa Joe’s“ bald in den Regalen stehen. Eile sei geboten, weil Edeka kaum noch Lagerbestände an Ketchup und Grillsoßen besitze.

          Im vorherigen Jahr kam es immer wieder zu Streit zwischen deutschen Lebensmittelherstellern und Markenherstellern. So verbannte Edeka Produkte von Nestlé aus den Regalen.

          Nestlé verkaufte unter anderem Lebensmittel wie die Wagner-Pizza und die Kitkat-Schokolade über den Unternehmensverbund.

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