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EADS : Air Trichet

Der Franzose Jean-Claude Trichet war bis zum vergangenen Jahr Chef der Europäischen Zentralbank Bild: dapd

Der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zieht in den Verwaltungsrat des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS ein. Da stellen sich einige Fragen.

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          Jean-Claude Trichet hat nahezu sein gesamtes Berufsleben im öffentlichen Dienst verbracht, der in Frankreich in einem deutlich höheren Ansehen steht als in Deutschland. Insofern folgt er seinem Stern, wenn er jetzt als Vertreter der vom französischen Staat kontrollierten Beteiligungsgesellschaft Sogeade in den Verwaltungsrat des deutsch-französischen Luftfahrt- und Militärkonzerns EADS eintritt, zu dem unter anderem Airbus gehört.

          Dieser Schritt wirft dennoch Fragen auf. Trichet ist fraglos international bestens vernetzt, und er kennt aus langjähriger Praxis Deutschland und die Deutschen gut. Aber auch wenn Trichet in seinem Leben häufiger in einem Flugzeug gesessen haben dürfte als die meisten Menschen, macht ihn dies nicht zu einem Branchenkenner.

          Überdies ist er kein Mann der privaten Wirtschaft, auch wenn er in seiner Jugend in einem Ingenieurbüro gearbeitet hatte. Unter staatlichem Einfluss leidet die EADS aber jetzt schon mehr als genug.

          Es ist für dieses Unternehmen bezeichnend, dass man sich in den vergangenen Monaten, während das Geschäft insgesamt gut lief und der Aktienkurs deutlich stieg, intern wieder einmal wie die Kesselflicker um die Macht gestritten hat.

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