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E-Zigarette : Vorsicht, neue Teenie-Droge!

Die E-Zigarette Juul schmeckt süß und ähnelt einem USB-Stick. Teenager lieben das. Die Gesundheitsbehörden warnen vor einer Epidemie. Bild: Bloomberg

Jeder vierte Jugendliche in Amerika raucht E-Zigaretten. Stark nikotinhaltige Sticks namens Juul sind der Hit auf den Schulhöfen. Jetzt kommen sie auch nach Deutschland.

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          Eine neue Teenie-Droge ist auf dem Sprung von Amerika nach Deutschland. „Juul“ nennt sich die stark nikotinhaltige E-Zigarette in Gestalt eines kleinen, blank polierten Metallstücks, das in seiner schicken Unauffälligkeit einem USB-Stick ähnelt. Der Name ist bewusst in Anlehnung an „cool“ gewählt worden. Zudem wird das Wort wie das englische „jewel“, also Juwel, ausgesprochen.

          Bettina Weiguny

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Köpfe dahinter stammen aus dem Silicon Valley. Erfunden haben das Gerät 2015 zwei Stanford-Studenten, der Legende nach, um sich selbst und anderen Erwachsenen das Rauchen abzugewöhnen. Tatsächlich hat Juul sich innerhalb kürzester Zeit zum Hit auf den Pausenhöfen entwickelt, viele Schüler sind deshalb heute nikotinabhängig. Eltern wie Ärzte in Amerika sind alarmiert, die oberste Gesundheitsbehörde, die FDA, greift zu drastischen Maßnahmen. „Ich werde nicht zulassen, dass eine Generation von Kindern durch E-Zigaretten abhängig von Nikotin wird“, erklärte deren Chef, Scott Gottlieb, im Herbst und sprach von einem bislang einmaligen „epidemischen Ausmaß“.

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