https://www.faz.net/-gqe-2tem

E-Commerce : Neukunden sind gut - alte Kunden aber auch

  • Aktualisiert am

Kunden des klassischen Einzelhandels sind loyaler Bild: dpa

Ein Studie der GfK weist auf eine kardinale Schwachstelle des E-Commerce hin: die Loyalität der Kunden ist bei weitem geringer als im klassischen Einzelhandel.

          Nach den dramatischen Kurseinbrüchen am Neuen Markt laufen den Online-Shops nun auch die Kunden davon. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens GfK. Der klassische Einzelhandel hat nach den Ergebnissen der Studie eine wesentlich höhere Kundenbindung als dies im E-Commerce der Fall ist.

          „Kundenbindung ist im E-Commerce insgesamt schwach ausgeprägt", teilte die GfK Marktforschung mit. Viele Anbieter müssten damit rechnen, dass ihre Kunden zum stationären Einzelhandel zurückkehrten, weil sie unzufrieden seien.

          Zufriedenheit steigern

          Neben der Akquisition von Neukunden müssten sich Online-Anbieter daher darauf konzentrieren, die Zufriedenheit ihrer Kunden zu steigern. Der klassische Einzelhandel erreiche eine deutlich höhere Loyalität als Online-Anbieter. Die Loyalität von Online-Kunden variiere von Branche zu Branche.

          Nahezu 3.300 Online-Kunden waren befragt worden. Selbst Stammkunden von Internet-Händlern seien nicht bereit, mehr online einzukaufen. Die Kundenbindung sei nur gering gestiegen und liege um zehn Prozent unter der des Einzelhandels.

          Enttäuschung bei Online-Reisebuchungen

          Insbesondere bei Online-Reisebuchungen würden sich viele über hohe Preise enttäuschte Internetkunden wieder auf den Weg in herkömmliche Reisebüros machen. Im Buchhandel würden kleinere Anbieter, trotz insgesamt leicht steigender Nachfrage, Gefahr laufen, Kunden an die Marktführer Amazon und BOL verlieren.

          Weitere Themen

          „Es muss alles auf den Tisch“

          Bahlsen gibt Fehler zu : „Es muss alles auf den Tisch“

          Der Bahlsen-Verwaltungsratsvorsitzende kündigt an, dass die Geschichte des Unternehmens fundiert aufgearbeitet werden soll. Was seine Tochter gesagt habe, sei falsch.

          Topmeldungen

          Österreichs Regierung am Ende : Pech für die Wirtschaft

          Das Aus der schwarz-blauen Regierung ist folgerichtig. Doch wirtschaftlich hat das Bündnis mehr hinbekommen als die Vorgängerregierung. Hoffentlich fällt das Land nicht zurück in Stillstand.
          Die 45. Internationale Waffen-Sammlerbörse im März in Luzern

          Mit rund 64 Prozent : Schweizer stimmen für schärferes Waffenrecht

          Die Eidgenossen haben sich den Verbleib im Schengen-Raum gesichert: Eine Mehrheit sprach sich für die Übernahme der verschärften Waffenrichtlinie der EU aus. Bei einer Ablehnung wäre die Mitgliedschaft automatisch nach sechs Monaten erloschen.
          Werner Bahlsen

          Bahlsen gibt Fehler zu : „Es muss alles auf den Tisch“

          Der Bahlsen-Verwaltungsratsvorsitzende kündigt an, dass die Geschichte des Unternehmens fundiert aufgearbeitet werden soll. Was seine Tochter gesagt habe, sei falsch.

          Wie weiter mit dem Brexit? : Das britische System liegt in Trümmern

          Womöglich kann das britische Parlament einen „No Deal“ nach der Europawahl nicht mehr verhindern. Dann müsste die EU sich auch an die eigene Nase fassen – sie hat zur Polarisierung der Politik im Vereinigten Königreich beigetragen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.