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Dürre in Deutschland : „Der Transport auf dem Rhein wird in den nächsten Tagen sehr schwierig“

Inseln umschifft: Der Rhein am Zufluss der Nahe in Bingen Bild: Maximilian von Lachner

Hitze und Trockenheit lassen die Pegelstände des Rheins sinken. Viele Binnenschiffe fahren schon jetzt nur noch halb leer. Einige Stellen könnten bald sogar unpassierbar werden. Das trifft die Wirtschaft spürbar.

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          Eine leichte Linkskurve be­schreibt der Rhein bei Kaub, zwei kleine Inseln liegen schon bei normalem Pegelstand an der Engstelle zwischen Bingen und St. Goar südlich von Koblenz. Am Donnerstag ist der Pegel dort auf 47 Zentimeter gefallen, die Fahrrinne ist laut des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein keine 1,60 Meter mehr tief. Für die Binnenschiffe bedeutet das, dass sie nur noch 30 bis 40 Prozent ihrer normalen Ladung mitnehmen können. Für die gleiche Transportmenge sind also zwei Schiffe mehr als sonst nötig.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Svea Junge
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Lage ist angespannt, weil seit Wochen Niederschläge fehlen. Der Verein der Kohlenimporteure bezeichnet es trotzdem noch als „Ruhe vor dem Sturm“. Das kommt daher, dass die Kohlekraftwerke eine Reserve für 30 Tage Volllast vorhalten müssen. Obwohl die Kohlekraftwerke unter Volllast laufen, sind die Lager noch gut gefüllt – auch weil bis vor kurzem noch russische Kohle verschifft werden durfte. „In diesem Winter kommen die Reservekraftwerke hinzu, wir werden bestimmt über 30 Millionen Tonnen importieren. Das wird quietschen“, sagt Alexander Bethe, der Vorstandsvorsitzende vom Verein der Kohlenimporteure.

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