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Reform der „Volcker-Rule“ : Dürfen Amerikas Banken bald wieder riskantere Wetten eingehen?

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Amerikas Notenbank Federal Reserve ist auch für die Bankenaufsicht mit zuständig. Bild: AP

Nach der Finanzkrise sind viele neue Regeln erlassen worden, um die Geldhäuser sicherer zu machen. Nehmen Amerikas Aufseher nun große Teile davon zurück?

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          Der neue für die Bankenaufsicht zuständige Mann in der mächtigen amerikanischen Zentralbank Federal Reserve will offenbar eine wichtige Regel lockern, die infolge der Finanzkrise erlassen worden war, um Geldhäuser sicherer zu machen. Die Behörden strebten „wesentliche Änderungen“ an der so genannten Volcker-Regel an, sagte Randal Quarles vor Bankern in Washington.

          Die Vorschriften müssten vereinfacht und optimiert werden. Sie sollten die Banken nicht mehr so stark ausbremsen.

          Ungefähr zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise haben die amerikanischen Aufseher mit den Arbeiten für eine Reform der Volcker-Regel begonnen. Die fünf verantwortlichen Behörden könnten dabei zusammenarbeiten, ergänzte Quarles.

          Die Vorschriften wurden als Lehre aus der Finanzkrise erlassen und schränken ein, wie Banken mit ihrem eigenen Geld umgehen. Sie sollen helfen, das Finanzsystem davor zu schützen, in einer Krise zusammenzubrechen. Bank-Manager beklagen hingegen schon länger, dass sie die Volcker-Regel zu stark behindere.

          Die Volcker-Regel ist Teil eines Gesetzespakets und wurde nach dem früheren Notenbankpräsidenten Paul Volcker benannt. Amerikas Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Bankenregeln zu lockern, um mehr Geld in die Wirtschaft zu bringen und das Wachstum zu fördern. Die oppositionellen Demokraten und einige Aufseher haben davor gewarnt, die Auflagen zu stark zurückzufahren.

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